Herzlich willkommen beim Versöhnungsbund

Radtour für eine Friedenskirche
Radtour für eine Friedenskirche (und gegen die Verdammung der Täufer)

Der deutsche Zweig ist seit über 100 Jahren gewaltfrei aktiv gegen Krieg und Unrecht. Er vereint Menschen aller Generationen, die sich aus ihrem Glauben oder ihrer sonstigen inneren tiefen Überzeugung heraus für die Gewaltfreiheit einsetzen und auf unterschiedlichsten Wegen Schritte suchen, gewaltsame Strukturen zu bekämpfen und friendensfördernde zu schaffen.

Schauen Sie sich auf der Seite um - wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Anliegen aktiv unterstützen könnten.

Aus China, Russland, Mexiko, Portugal und der Türkei trafen sich Studierende zu einem
zweiwöchigen Workcamp “Für eine atomwaffenfreie Welt” mit Wolfgang Schlupp-Hauck-
von der Friedenswerkstatt Mutlangen und Beate Körsgen sowie Thomas Bühler vom Inter-
nationalen Versöhnungsbund.

Zunächst erfuhren sie von Protesten, an denen in den 80-er Jahren Hunderttausende teil-
nahmen: Junge und Alte, auch Prominente, Nobelpreisträger, sogar Richter ... bis die
Atomraketen von Mutlangen tatsächlich abgezogen wurden.

Der weitere Bericht findet sich mit vielen Fotos in der angehängten pdf-Datei
 

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PDF Icon Fotoreportage vom Friedensworkcamp1.45 MB

Aktivitäten deutscher Stiftungen in Nord- und Südkorea

Do, 21/09/2017 - 10:17 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

die derzeitigen Schlagzeilen über Nordkorea sind von Raketen- und Atomwaffentests bestimmt.

Es gibt allerdings auch zivile Akteure wie z.B. deutsche Stiftungen, über deren Arbeit der ehemalige Chefredakteur der Wirtschaftswoche, Klaus Methfessel, bereits am 23.6.2012 auführlich berichtet hat - und die in der aktuellen Situation beim diplomatischen Brückenbauen wichtige Funktionen übernehmen könnten.

Hintergründe zu Nord- und Südkorea, USA, Japan, China und Russland

Mi, 20/09/2017 - 22:07 - Clemens Ronnefeldt

Am 6. September 2017 warnte UNO-Generalsekretär António Guterres vor einer Eskalation in Südostasien mit ungewöhnlichen Worten:
"Wenn man sich die Geschichte des Ersten Weltkrieges anschaut, passierte alles Schritt für Schritt. Die eine Partei tat dieses, die nächste reagierte mit jenem. Und plötzlich stellten alle fest: Wir sind im Krieg"(1), so der Uno-Generalsekretär, der ergänzte: "Dieses Risiko müsse in Bezug auf Nordkorea unbedingt vermieden werden". Er selbst bot sich als Konfliktver-mittler an.

Zur koreanischen Atomfrage

zurück an AbsenderWer einen fast 500 Jahre währenden Missstand aus der Welt schaffen will, braucht einen langen Atem. Und gute Regenkleidung: Bei strömendem Regen wurde am 1. September unsere Radlergruppe in Augsburg mit einem Reisesegen von Pfarrer Werner Appelt (katholische Kirche), Irene Löffler (evangelische Kirche) und Wolfgang Krauß (Mennoniten) verabschiedet. Begleitet hat uns einen Tag lang Kathrin Ueltschi vom Schweizer Radio SFR, die auch unsere Ankunft in Wittenberg dokumentiert hat. Am 9. September sind wir in der Tat exakt nach 601 Kilometern  in Wittenberg angekommen und haben - mit etwas Mühe aufgrund eines nicht sehr freundlichen "Wächters" - unser Paket zustellen können. Unser Paket enthielt Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses von 1530. Dort wird festgehalten, „dass Christen ohne Sünde Übeltäter mit dem Schwert bestrafen, rechtmäßig Kriege führen und in ihnen mitstreiten können. (…) Hiermit werden verdammt die lehren, dass das oben Angezeigte unchristlich sei.“

Verdammt wurden damals mit diesem Artikel die Täufer oder Wiedertäufer, heute werden mit diesem Artikel, der in jedem evangelischen Kirchengesangbuch abgedruckt ist, alle christlichen Pazifisten verdammt. Immerhin wir werden aktuell nur verdammt..... Damals wurden die Täufer blutig verfolgt, gefoltert und ermordet. CA 16 ist Teil der Blutspur der Reformation. Wir haben auf unserem Weg Orte besucht, an denen täuferische Schwestern und Brüder gelebt und gelitten haben, haben Gedenktafeln provisorisch aufgerichtet und der Ermordeten im Gebet gedacht.

Nie wieder sollen verdammt und verfolgt werden, die gewaltfreie Lösungen für einzig  christlich und menschlich angemessen halten. Nun, da CA 16 aus der Welt geschafft ist, liegt es an den evangelischen Kirchen, Weltverantwortung in einem neuen Artikel 16 besser zu formulieren und sich der unsäglichen Verfolgungsgeschichte der Täufer endlich angemessen zu stellen. Unsere Vorschläge dazu liegen vor.

 

CA16 Radtour

US-Sanktionen gegen Russland gefaehrden Europas Energiesicherheit / Kriegsspiele. Israel und die Hisbollah im Libanon ruesten gegeneinander auf / Tuerkei, USA und die Kurdenfrage / Aktionen

Do, 10/08/2017 - 21:35 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

der brandgefährliche Konflikt zwischen Nordkorea und den USA wird derzeit noch dadurch verstärkt, dass China ein Großmanöver vor der nordkoreanischen Küste gestartet hat, bei dem Flugzeuge, Raketen und die Marine zum Einsatz kommen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/china-startet-grossmanoever-vor-nordkorea-im-gelben-meer-a-1161846.html#ref=recom-outbrain

Lutz Herden: Nordkorea - Diplomatische Kaerrnerarbeit faellig / Online-Petition: Taten statt leerer Worte - Abzug statt Aufruestung der Atomwaffen! - Unterzeichnung noch bis 15.9.2017

Mi, 09/08/2017 - 18:47 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

ausgerechnet am heutigen Nagasaki-Gedenktag eskaliert der Streit zwischen US-Präsident Trump und der Führung in Pjöngjang über das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm:

http://www.sueddeutsche.de/politik/feuer-wut-und-drohungen-was-trumps-verschaerfte-rhetorik-im-nordkorea-konflikt-bedeutet-1.3621632

Ein Monat nach dem G-20-Gipfel: "Gewaltfrei im Hunsrueck" - Meine Erfahrungen mit der Polizei / G 20 aus der Sicht eines Polizisten

So, 06/08/2017 - 19:58 - Clemens Ronnefeldt

Ein Bericht unseres Vorsitzenden Berthold Keunecke aus Ostjerusalem

In Ostjerusalem ist die Freude groß: Der Bezirk um die Al-Aqsa-Moschee ist wieder zugänglich! Die Metalldetektoren sind abgebaut, auch die Kameras, die sie ersetzen sollten, sind weg – die Gebete waren erfolgreich. Ich habe die Altstadt in den letzten zwei Wochen fast täglich besucht – allerdings nicht im Dunkeln und nicht zu den Gebetszeiten, um nicht Gefahr zu laufen, in Auseinandersetzungen hineingezogen zu werden. Denn es gab ja auch viele Zusammenstöße – nach den Gebeten, die direkt vor dem größten Eingang zum Moschee-Areal am Löwentor abgehalten wurden, und in den verschiedenen Stadtteilen. Doch obwohl es heftigen Auseinandersetzungen waren, mit Steinen auf der einen und Gummigeschossen, Tränengas und manchmal sogar scharfer Munition auf der anderen Seite – überwiegend war der Protest nach meiner Wahrnehmung gewaltfrei. Sogar gestern, als die Gläubigen ihren Sieg über die Kontrolleure feierten, kam es zu Polizeieinsätzen im heiligen Bezirk. Die Jerusalemer Kirchenführer, die einen Solidaritätsbesuch machten, wurden zunächst von der Polizei am Zugang gehindert, durften später aber doch hinein – ich selbst konnte sie leider nicht dorthin begleiten.

Die Spannung war hoch in diesen zwei Wochen, immerhin war der gesamte Betrieb in dem „Geheiligten Bezirk“ der Muslime lahmgelegt, und da gehören eben auch einige Arbeitsplätze dazu, wie mir einer der Moscheewächter erzählte. Aber es ging ja um viel mehr als das: Als die israelischen Sicherheitskräfte nach dem Attentat vom 14. Juli die Einlasskontrollen zur Moschee durch Metalldetektoren verstärkten, ohne dies mit der Verwaltung des Areals, dem Waqf, abzusprechen, haben sie ihre Zusage des ungehinderten Zugangs zum drittheiligsten Ort der Muslime eingeschränkt und damit ein Symbol aufgebaut: Die Detektoren standen für das Kontrollregime, dem sich die Palästinenser hier überall ausgesetzt sehen. Von den Fragen, ob ein Haus renoviert oder sogar neu gebaut werden darf bis hin zu Besuchserlaubnissen für Krankenhäuser, Familienfeiern oder eben auch der Moschee – alles ist immer von den Bescheinigungen der israelischen Behörden abhängig, die Ostjerusalem im Krieg 1967 erobert haben. Mit diesen Bescheinigungen macht die israelische Regierung Bevölkerungspolitik zugunsten einer jüdischen Mehrheit, so bewerten es die hiesigen Menschenrechtsanwälte, z.B. die der katholischen Organisation „St. Yves“. Auch dagegen richtete sich also der Moschee-Protest.

Darum haben sich auch die Kirchen sehr deutlich auf die Seite der islamischen Al-Aqsa- Behörden gestellt: „Muslime haben das Recht auf freien Zugang und Verehrung in der Al Aqsa Moschee.“ haben die Oberhäupter aller größeren Kirchen Jerusalems erklärt. Diese Solidarität hat viele getragen: „Dies ist eine bedeutende Lektion, die die Palästinenser lernen können, dass der Weg noch vorn ein gewaltfreier Weg ist“ schreibt ein Mitarbeiter des ökumenischen Beobachterprogramms EAPPI und fährt fort: „Als ein Jerusalemer, der hier in der Altstadt Jerusalems geboren und aufgewachsen ist, habe ich nie so etwas wie in den vergangenen zwei Wochen erlebt: Die Solidarität, das Mitgefühl und das Gefühl gegenseitiger Verantwortung war überall spürbar, die Leute haben sich wahrhaftig und friedlich versammelt, aus dem einen Grund, der wichtiger erschien als Rasse, Geschlecht, Religion oder politische Zugehörigkeit.“

Ich habe als distanzierter Beobachter nur einen Teil davon mitbekommen– aber aufgefallen ist mir die ganz große Einigkeit der Menschen. Maßnahmen wie das Zutrittsverbot zur Altstadt, das am letzten Freitag, dem Gebetstag der Muslime, an den Eingangstoren der alten Stadtmauer durchgesetzt wurde, haben diese Solidarität vielleicht sogar erhöht. Dass eben auch in den Kirchen für den offenen Moscheezugang gebetet wurde, habe ich erlebt, und dass sich muslimische Frauen und Männer zum Gebet auf der Straße versammelten, getrennt und doch nebeneinander. All diese Gebete haben zum Erfolg beigetragen, so wie sicher auch der Druck von ausländischen Regierungen. Hoffentlich ein Schritt auf dem Weg zu mehr Offenheit – und später vielleicht zu einer Beendigung der Situation der Besetzung.


Ich nehme für das Berliner Missionswerk am Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) des Ökumenischen Rates der Kirchen teil. Dieser Bericht gibt nur meine persönlichen Ansichten wieder, die nicht unbedingt die des Berliner Missionswerks oder des Ökumenischen Rates der Kirchen sind. Wenn die hier enthaltenen Informationen veröffentlicht werden sollen (einschließlich Veröffentlichungen auf einer Webseite), fragen Sie bitte zunächst bei mir um Erlaubnis.
Berthold Keunecke
 

Weitere Berichte unter  http://www.eappi-netzwerk.de/blog/

Durch die Metalldetektoren will niemand hindurchgehen

Am kommenden Samstag, 29. Juli, startet in Mutlangen die diesjährige Fastenaktion für eine atomwaffenfreie Welt, die von unserem ehemaligen Vorsitzenden Matthias Engelke initiiert wurde. Infos dazu findet Ihr nicht mehr in unserem Büchel-Blog, sondern auf der Seite fastenkampagne.blogspot.de/ dokumentiert. Wir freuen uns über alle, die diese Aktion und die Fastenden unterstützen!

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