Herzlich willkommen beim Versöhnungsbund

Radtour für eine Friedenskirche
Radtour für eine Friedenskirche (und gegen die Verdammung der Täufer)

Der deutsche Zweig ist seit über 100 Jahren gewaltfrei aktiv gegen Krieg und Unrecht. Er vereint Menschen aller Generationen, die sich aus ihrem Glauben oder ihrer sonstigen inneren tiefen Überzeugung heraus für die Gewaltfreiheit einsetzen und auf unterschiedlichsten Wegen Schritte suchen, gewaltsame Strukturen zu bekämpfen und friendensfördernde zu schaffen.

Schauen Sie sich auf der Seite um - wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Anliegen aktiv unterstützen könnten.

Buchvorstellung: Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

Fr, 17/03/2017 - 07:48 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

Henrik Paulitz, Wissenschaftler, Publizist und Geschäftsführer der Akademie Bergstraße für Ressourcen-, Demokratie- und Friedensforschung, IPPNW-Referent für Energiepolitik, hat ein tiefschürfendes und sehr lesenwertes Buch geschrieben, das auch langjährig in der Friedensarbeit engagierten Menschen an vielen Stellen neue Erkenntnisse vermitteln und bestehende Vermutungen durch Fakten belegen kann.

Wesentliche Passagen des Buches habe ich nachfolgend kommentierend ausgewählt und der leichteren Lesbarkeit wegen mit eigenen Überschriften versehen.

Vom 2. bis 12. Mai beginnt die neue Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags auf einer großen internationalen Konferenz in Wien. Dabei wird es spannende kontroverse Diskussionen unter den Staaten und ein vielfältiges Begleitprogramm sowie Aktionen von Friedensgruppen aus verschiedenen Ländern geben.

Eine kleine Delegation des Versöhnungsbundes wird Anfang Mai nach Wien reisen, um diese Verhandlungen zu beobachten. Wer möchte mit? Kostenlose Übernachtungen werden bei Versöhnungsbund-Mitgliedern in Wien organisiert; zu den Reisekosten gibt der Versöhnungsbund für Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahre bei Bedarf einen Zuschuss von bis zu 80,- € pro Person.

Anmeldungen bitte bis 10. April an wolfgang.schlupp-hauck@t-online.de

Termin: 
02.05.2017 bis 12.05.2017

Es war kein Mangel unter ihnen

Sa, 04/03/2017 - 07:28 - Webmaster

Eindrücke von einer Tagung über Wirtschaft und Gerechtigkeit

Im Herbst letzten Jahres hatte der Versöhnungsbund zusammen mit Quäkern, Mennoniten und mit Church and Peace zu einer Tagung auf dem Thomashof in Karlsruhe zu Wirtschaft und Gerechtigkeit eingeladen.

Ein ausführlicher Tagungsbericht findet sich hier auf der Webseite der "Christen für Gerechte Wirtschaftsordnung".

Links zu Videos von Clemens Arbeit: Naher Osten, Fluchtursachen, Syrien

Di, 21/02/2017 - 23:01 - Clemens Ronnefeldt

Hier finden sich zwei Videos und ein Radiobericht aus meiner Arbeit im letzten Jahr

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https://vimeo.com/158065828

Am 20.1.2016 hielt ich in München den nachfolgenden Vortrag zum Thema

"Krisenregion Naher und Mittlerer Osten - Westliche Verantwortung in Geschichte und Gegenwart":

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https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=43823

Andrew Cockburn: "Rüsten wie im Kalten Krieg" / Die Spirale der Gewalt beenden

Sa, 18/02/2017 - 08:07 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte, an diesem Wochenende finden in München die Sicherheitskonferenz und die Internationale Münchner Friedenskonferenz statt - bei der ein Schwerpunkt das Ost-West-Verhältnis sein wird.

www.friedenskonferenz.info

Der nachfolgende Artikel aus Le Monde Diplomatique (Febr. 2017) zeigt auf, wie derzeit gezielt geschürte Spannungen zwischen Russland und der Nato vor allem der US-Rüstungsindustrie dienen, die nach dem Abzug des US-Militärs aus Afghanistan und Irak Auftragsrückgänge zu verzeichnen hat(te).

Friedenstaube auf SoldatenhandDie nächste Jahrestagung findet vom 25.-28. Mai 2017 im  KIEZ Arendsee unter dem Arbeitstitel "Pazifismus vor neuen Herausforderungen"  statt.

Das Rezept der Politik gegen Gewalt ist mehr Gewalt, durch weitere Aufrüstung und verstärkte Teilnahme an dem jetzt schon 16 Jahre dauernden „Krieg gegen den Terror“. Mit welchen Argumenten, Methoden und Konzepten antworten wir auf diese Entwicklung?

Wie entfalten wir gegen diese gewaltsame Sicherheitslogik eine vernünftige und hoffnungsvolle Friedenslogik?

Hier geht es zur Anmeldung.

Wir bedanken uns für die Förderung der Tagung durch:

Evangelische Kirche Mitteldeutschlands

BMWZ

die schwelle

Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

 

 


Logo Kath. Fonds
 

Termin: 
25.05.2017 bis 28.05.2017

"Friedensarbeit ist Beziehungsarbeit"

Was so simpel klingt, kann unter Umständen ziemlich kompliziert sein. Z. B. wenn es um den Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland geht. Sie lagern immer noch auf dem Fliegerhorst in Büchel in der Südeifel.

Um diese Beziehungsarbeit zu ermöglichen sind hin und wieder gewiss auch ungewohnte Wege nötig. Vielleicht sogar ganz verrückte. Aber verrückte Ideen sind nur solange verrückt, bis sie verwirklicht werden. So erging es allen Wegbereiterinnen und Wegbereitern z. B. in der Luftfahrt, Schifffahrt, Medizin, Elektronik usw. Wir verstehen uns als Wegbereiter in der Friedensarbeit.

Es geht um Folgendes:

Der Initiativkreis gegen Atomwaffen/Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes Cochem-Zell besteht in diesem Jahr bereits 15 Jahre. Das ist für uns alles andere als ein Grund zum Feiern. Dennoch möchten wir über diesen Anlass nicht einfach hinweg gehen, sondern möchten zu einem MAHN-MAHL einladen:

Menschen, die Verantwortung tragen

  • in der POLITIK des Bundes, des Landes und der Kommunen;
  • in der BUNDESWEHR vom Fliegerhorst Büchel und der Verwaltung des
  • Fliegerhorstes in Cochem-Brauheck;
  • in der POLIZEI vor ORT;
  • in der Evangelischen und der Katholischen Kirche, überregional und vor Ort.

Wir möchten am Freitag, den 23. Juni 2017 um 18.00 Uhr mit einem öffentlichen Empfang im Burghof der Reichsburg Cochem beginnen und dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der ehemaligen Kapelle der Burg - die wir freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen - das Mahn-Mahl halten und miteinander ins Gespräch kommen.

Natürlich kostet das Geld. Das wir nicht haben. Darum bitten wir um Eure Unterstützung.

Sie können/Ihr könnt einen Beitrag auf das Konto des Versöhnungbundes einzahlen und eine Spendenquittung erhalten. Stichwort "Mahn-Mahl". IBAN DE 40 4306 0967 0033 6655 00 bei der GLS-Bank. BIC: GENODEM1GLS (oder auch per Abbuchhung hier.)

Wir hoffen darauf, dass viele der Einladung folgen. Würden uns aber - realistischer Weise - nicht wundern, wenn nur sehr wenige kommen. Das Geld, das für unsere Gäste des Mahn-Mahls bereit gestellt wird soll dann - wenn die Einladung nicht angenommen wurde - der Friedensarbeit des Versöhnungsbundes speziell für den Kampf für eine atomwaffenfreie Welt zur Verfügung gestellt werden. Ob man kommt oder nicht - es nützt auf jeden Fall der Friedensarbeit!

Wir haben im Initiativkreis die Kosten überschlagen. Wir werden die Kosten für die eigene Mahlzeit selber tragen.Es entstehen (Musik, Blumenschmuck, Catering) nach unserem gegenwärtigen
Plan Kosten von 1350,00 €.

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Unterstützung!

Beate Engelke Matthias-W. Engelke Anthoula Kapnidou Annegret Klasen Ingo
Köhler Elke Koller Rüdiger Lancelle Werner Schwarz Joachim Willmann

Logo

Information in English: see document below

Vom 1. bis zum 16. Juli
laden der Internationale Versöhnungsbund –Deutscher Zweig und die Friedenswerkstatt Mutlangen e.V. junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren zu einem internationalen Workcamp ein. Es startet in Stuttgart, wo mit dem EUCOM das US-Kommando für die Atomwaffen in Europa liegt. Exkursionen führen zum ehemaligen Atomwaffenstandort Mutlangen und zum Atomwaffenstandort Büchel in der Eiffel. Mit Straßentheater und Kunstaktionen begleitet das Workcamp das Kunstprojekt der Mayors for Peace: 50 Städte – 50 Spuren – Eine Welt ohne Atomwaffen.

Das Kunstprojekt: Eine Stuttgarter Künstlerin fotografiert Spuren auf der Straße und gestaltet daraus Exponate auf Aluminium. 50 Spuren auf Mayors for Peace – Städten stellen das Kernstück einer Wanderausstellung dar. 2017 ist in Stuttgart die Kick-off-Präsentation. Dazu sollen weitere begleitende künstlerische Aktionen, welche den Bezug zur nuklearen Abrüstung unterstreichen, entwickelt und erprobt werden.

Theorie: Die Teilnehmenden erhalten Informationen zu atomarer Rüstung, laufenden Aufrüstungsprogrammen sowie den Bemühungen um Abrüstung und Verbot der Atomwaffen. Sie tauschen sich über ihre eigenen Erfahrungen mit gewaltfreien Aktionsformen aus.

Arbeit und Aktion: Die Teilnehmenden unterstützen den Aufbau der Kunstausstellung, sie entwickeln eigene Kunstaktionen und Straßentheater. Das vegetarische Essen bereiten wir gemeinsam vor.

Freizeit: Die Teilnehmenden besuchen Sehenswürdigkeiten im Schwäbischen und in der Eifel.

Unterkunft: Mitzubringen ist ein Schlafsack und eine Isomatte oder Luftmatratze zum Übernachten im Zelt oder in einem Saal.

Sprachen: Englisch und Deutsch

Kosten: Die Anmeldung wird durch die Zahlung einer Gebühr von 50,00 € verbindlich. Außerdem haben die Teilnehmenden ihre eigenen Kosten für die Anreise nach Stuttgart und die Heimreise zu tragen. Wer dies nicht kann, erhält Hilfe bei der Suche nach Paten, die Unterstützung bei den Reisekosten geben.

Leitung des Workcamps: Beate Lang-Körsgen und Wolfgang Schlupp-Hauck, bilden mit zwei weiteren jungen Menschen das Team.

Herzlich Willkommen: Über Teilnehmer aus den Atomwaffenstaaten und den Ländern, in denen Atomwaffen stationiert sind, freuen wir uns besonders. Insgesamt 15 bis 20 Teilnehmende

Zur Anmeldung geht es hier.

Termin: 
01.07.2017 bis 16.07.2017
AnhangGröße
PDF Icon Workcamp_Stuttgart_Buechel_Engl.pdf403.42 KB

Verdammung? Nein Danke! Rückführung von CA 16

Unter dem Motto „Verdammung, Nein Danke! Rückführung von CA 16“ planen wir ab dem 1.9.17 eine Fahrradfriedenspilgerfahrt von Augsburg nach Wittenberg

Ein kleiner Beitrag unsererseits zur "Weltausstellung Reformation".

Wir wollen Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses (Confessio Augustana – CA)  von Augsburg nach Wittenberg zurückbringen. Annahme verweigert, zurück an Absender. Philipp Melanchthon hatte das Bekenntnis verfasst und 1530 von Wittenberg zum Reichstag nach Augsburg gebracht. Noch heute gilt es als zentrales lutherisches Bekenntnis. Artikel 16 legt fest: „dass Christen ohne Sünde Übeltäter mit dem Schwert bestrafen, rechtmäßig Kriege führen und in ihnen mitstreiten können. … Hiermit werden verdammt [die Wiedertäufer], die lehren, dass das oben Angezeigte unchristlich sei.

Dieser evangelische Bekenntnisartikel CA 16 ist immer wieder benutzt worden, um auch blutige staatliche Gewalt theolo­gisch zu legitimieren. In seiner Wirkungsge­schichte hat dieser Artikel zur Verfolgung von Täuferinnen und Täufern durch die evangelischen Kirchen beigetragen und zur Ausgrenzung von Pazifistinnen und Pazifisten bis heute. Auch Mitglieder des VB waren davon betroffen.

Es wird Zeit, „Nein danke!“ zu sagen. Es wird Zeit, einzutreten für das Recht jedes Christen, nein zum Krieg und nein zum sog. Beruf des Soldaten sagen zu dürfen.

Für diese Überzeugung wollen wir uns von niemandem mehr verdammen lassen.

Es ist daher Zeit, nicht nur zu danken für das, was aus den Toren Wittenbergs vor 500 Jahren an Gutem hervorgegangen ist. Sondern auch das zurückzubringen, was besser für immer in Wittenberg geblieben wäre.

Die Tour führt in Tagesabschnitten von 50 bis 80 km über Eichstätt, Nürnberg, Bamberg, Coburg, Ilmenau, Leuchtenburg, Schönburg, Löbnitz nach Wittenberg. Unterwegs werden Schauplätze der Reformation besucht und an die Leiden der durch die CA Verdammten erinnert.

Gesucht werden noch Radfahrer, die ihre Energie investieren und die ganze Woche oder bei einzelnen Etappen mitfahren. Sponsoren, die sich die Rückführung von CA 16 etwas kosten lassen. Gastgeber, die auf der Strecke Augsburg, Coburg, Wittenberg Schlafsackquartier für 5 bis 20 Radler geben. Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und  Ankündigung der Tour.

Info und Anmeldung: Versöhnungsbund, Thomas Nauerth, www.versoehnungsbund.de/ca16, 0521/171861, nauerth@friedenstheologie.de

Weitere Informationen zu CA 16 und unserer Arbeit an seiner Abschaffung unter https://www.versoehnungsbund.de/ca16

Termin: 
01.09.2017 bis 09.09.2017
AnhangGröße
PDF Icon FlyerCA16Radtour2017.pdf626.79 KB

Peter-Becker-Preis für Clemens Ronnefeldt

Mo, 23/01/2017 - 07:32 - mmahler

Clemens RonnefeldClemens Ronnefeldt, seit 25 Jahren Friedensreferent beim Deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, hat den diesjährigen Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung erhalten. Der Preis wird von dem Marburger Anwalt Peter Becker gestiftet, alle zwei Jahre verliehen und ist mit 5000,- Euro dotiert. Das ist die höchste finanzielle Anerkennung für Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland. Clemens Ronnefeldt erhält die Auszeichnung gemeinsam mit der Berghof-Stiftung und der Nachwuchswissenschaftlerin Özden Melis Uluğ. Die Preisverleihung fand am 20. Januar 2017 in der Aula der Alten Universität Marburg statt.

„Das ist eine ermutigende Bestätigung meiner Arbeit sowohl an Brennpunkten von Gewalt und Krieg im Nahen und Mittleren Osten als auch in deutschsprachigen Gebieten, wo ich als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident über Konflikt-Hintergründe aufkläre und Menschenrechtsgruppen vor Ort vorstelle“, freut sich Clemens Ronnefeldt. „Gewalt und Krieg zu delegitimieren und selbst konstruktive, gewaltfreie Lösungen zu erarbeiten, darin sehe ich eine äußert sinnvolle Aufgabe.“

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