Herzlich willkommen beim Versöhnungsbund

Radtour für eine Friedenskirche
Radtour für eine Friedenskirche (und gegen die Verdammung der Täufer)

Der deutsche Zweig ist seit über 100 Jahren gewaltfrei aktiv gegen Krieg und Unrecht. Er vereint Menschen aller Generationen, die sich aus ihrem Glauben oder ihrer sonstigen inneren tiefen Überzeugung heraus für die Gewaltfreiheit einsetzen und auf unterschiedlichsten Wegen Schritte suchen, gewaltsame Strukturen zu bekämpfen und friendensfördernde zu schaffen.

Schauen Sie sich auf der Seite um - wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Anliegen aktiv unterstützen könnten.

Versöhnte Vielfalt - die Würde des Menschen ist antastbar - Das Thema dieser Jahrestagung hatte die Genderkommission vorgeschlagen und es war auf der letzten Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit akzeptiert worden. Ausgangspunkt war die Tatsache, dass Menschen in unserer Gesellschaft grundgesetztwidrig z.B. aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlecht, ihrer Religion, ihres Alter oder ihrer finanziellen Situation und ihres Status diskriminert und ausgegrenzt werden und zwar sowohl durch Machtstrukturen wie zunehmend auch wieder durch direkte Beleidigungen und tätliche Angriffe.Ziel war es, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, diskriminierende Strukturen besser zu verstehen, sichtbar zu machen und Wege zu ihrer Überwindung zu suchen.

Dabei wurden auch das eigene Denken, Fühlen und Verhalten und die Strukturen in unserem Verand in den Blick genommen, sodass es immer wieder gerade auch jenseits des Plenums zu lebhaften Diskussionen kam.

Andreas Zumach, Eva Maria Willkomm, Ulrike Laubenthal, Ullrich Hahn
Samya Korff interviewt Rashmi Sharma , Bernd Reißmann, Evarossa Horz und Lucas Johnson zu ihren jeweiligen Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung.

Die Tagung verfolgte dabei vor allem am ersten Tag das Konzept, besonders von Diskriminierung Betroffenen einen Raum für ihre Stimme zu geben, weil klar ist, dass nur sie die Experten für ihre Erfahrungen sind. Die damit verknüpfte Aufforderung an die Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft "Zuhören und Klappe halten" wurde allerdings von manchen als Zumutung empfunden und weckte bei einigen Menschen, die in der DDR aufgewachsen waren, schmerzhafte Erinnerungen an eigene Erfahrungen von Ausgrenzung und Bevormundung.

Adelheid BieseckerEinen Blick aufs Ganze warf hingegen am Freitagmorgen Prof. Dr. Adelheid Biesecker mit ihrem Vortrag "Vorsorgendes Wirtschaften:
Ökonomische Grundlage für ein gutes Leben in Vielfalt", in dem sie zum einen kritisch deutlich machte, dass die  kapitalistische Wirtschaftsweise so angelegt ist, dass sie die Vielfalt der Lebensgrundlagen unseres Planetens zerstört und zum anderen nachhaltige Alternativen aufzeigte und erzählte, wo diese jetzt schon gelebt werden.

Die Arbeitsgruppen des restlichen Freitags boten dann Raum für vielfältige Diskussionen und Vertiefungen, während bei einer Arbeitseinheit am Abend dann explizit die ausgrenzenden Strukturen im VB diskutiert wurden. Eine zentrale Frage war dabei die, was unser Verband dazu beiträgt, dass unsere Mitgliederstruktur so ist, wie sie ist, und was es Menschen mit anderen Voraussetzungen schwer macht, sich hier wohlzufühlen.

Am Beispiel des Umgangs mit Spiritualtiät wurde aber auch deutlich, dass es ein schmaler Grat ist, offen für alle Formen von Spiritutalität (und ggf. auch Nichtspiritualität) zu sein und zugleich das zu bewahren, was andere Mitglieder zum VB gebracht hat, nämlich einen Ort, wo diese ihren Glauben so leben können, dass religiöse Praxis und politisches Engagement gut zusammenkommen.

De facto war es auch auf dieser Tagung so, dass es keine einzige Veranstaltung gab, an der alle teilgeommen oder bei der sich alle wohlgefühlt hätten, was aber zumindest aus meiner Sicht der Verbindung und dem Gemeinschaftsgefühl keinen Abbruch getan hat.

Spiele für viele

Der spätere Freitagabend wie auch der Samstagvormittag standen unter dem Zeichen der Begegnung, sowohl in vielen informellen Gesprächen wie auch beim Mosaik der Friedensarbeit und den Spielen für vielen, bei denen Rainer Gertzen Menschen aller Generationen mit viel Witz und Engagement  zusammen in Bewegung brachte.

Am Nachmittag wurden in Diskussionsforen und Schnupperkurse erneut viele Aspekte der Friedensarbeit beleuchtet, bevor der Tag mit vielen unterschiedlichen festlichen Elementen ausklingen konnte: dem Fest der Vielfalt, das versuchte, jenseits spezifisch religiöser Formen unseren Geist und unsere Hoffnung lebendig werden zu lassen, eine Kästnerlesung mit Akkordeon und Klarinette, mit der Marie von Laer, Annette Weber und Gregor Lang-Wojtasik ihr Publikum verzauberten, aber auch mit Tanzmusik in der Kinowelt, dem guten Käse vom Untermühlbachof und Gesprächen bis weit in den nächsten Morgen.

Eingerahmt wurde die Tagung wie immer durch die Mosaikgruppen am Anfang, den Tagesauskling für Kinder, das Jugendforum, das morgendliche Yoga und 1000 Begegnungen im Sonnenschein rund um das Humboldt-Jugendgästehaus Bad Schussenried.

Die folgenden Dokumente (die in der nächsten Zeit noch ergänzt werden) geben einen kleinen Einblick in das Tagungsgeschehen:

  • die Einladung
  • das Grußwort von Tsepo Bollwinkel, der eigentlich auf dem Einganspodium seine Erfahrungen von Diskriminierung beschreiben wollte, aber erkrankt war (im Anhang)
  • die Eröffnungsthesen von Ullrich Hahn (im Anhang)
  • der Vortrag von Adelheid Biesecker (im Anhang) 
  • Ullrich Hahns Thesen: Mit Rechten Reden (im Anhang)
  • eine Dia-Show mit Fotoimpressionen von Tagung und Mitgliederversammlung

US-Botschaft in Jerusalem auf umstrittenem Gelaende / Prof. Hajo Funke zum Israel-Iran-Konflikt / Pax Christi zum Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem / IPPNW zur Gazastreifen-Eskalation

Do, 17/05/2018 - 21:57 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

die New York Times machte im März 2018 erstmals darauf aufmerksam, dass das vom Konsulat zur US-Botschaft aufgewertete Gebäude in Jerusalem sich auf der sogenannten grünen Linie und im Niemandsland befindet.

Dieses wurde in der Vergangenheit sowohl von Jordanien wie auch von Israel beansprucht. Daher liegt zumindest ein Teil der neuen Botschaft völkerrechtlich gesehen auf einem Stück Erde, das von den Vereinten Nationen als von Israel besetztes Gebiet angesehen wird.

Rede von C. Ronnefeldt beim Bodensee-Friedensweg

Fr, 30/03/2018 - 20:18 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

beiliegend sende ich meine Rede beim Bodensee- Friedensweg am kommenden Montag in Bregenz.

Am Ende lege ich die Rede auch in Druckversion als pdf-Dokument bei.

Wer die hervorragende „Anstalt" (mit Jürgen Grässlin als Gast) zum Thema Rüstungsexporte am 27.3. nicht sehen konnte - hier der Link zur Mediathek:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-27-maerz-2018-100.html

Mit freundlichen Osten-Grüßen

Ein Mensch der Gewaltfreiheit - John Dear erstmalig auf Deutsch

Sa, 24/03/2018 - 23:49 - Thomas Nauerth

Der US-amerikanische Aktivist und Autor John Dear, ehemaliger Direktor des FOR USA, hat zeitlebens eine Verbindung zwischen Aktion und Reflektion gesucht, viele Aufsätze, Vorträge und Bücher sind so entstanden (vgl. www.johndear.org)  In der Kommission Friedenstheologie haben wir lange darüber diskutiert, wie wir diesen Autor in Deutschland etwas bekannter machen können.

LogoDie nächste Jahrestagung wird unter dem  Titel " Versöhnte Vielfalt – die Würde des Menschen ist antastbar" vom 10.-13- Mai 2018 im Jugendgästehaus Bad Schussenried stattfinden.

Der Tagungsflyer beschreibt die Intention: Diskriminierung und Ausgrenzung sind in unserer Gesellschaft alltäglich. Oft begegnet uns das verdeckt, sowohl in den Bereichen Gender und Class, als auch im Bereich Race und bezieht sich also z.B. auf Unterschiede nach Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, Alter oder Status.

Machtungleiche Strukturen sind in unserer Gesellschaft tief verwurzelt. Momentan scheinen aber auch die direkten Beleidigungen, Angriffe und Herabsetzungen wieder zuzunehmen. Wie können wir Diskriminierung erkennen, sichtbar machen und versuchen, sie zu überwinden?

Bei unserer Betrachtung wollen wir auch nicht vor unseren eigenen Strukturen haltmachen und auch versuchen, einen Blick aus verschiedenen – sonst oft ausgegrenzten- Perspektiven zu wagen.

Alle weiteren Informationen (zu Kosten und Programm) im angehängten Einladungsflyer.

Termin: 
10.05.2018 bis 13.05.2018
AnhangGröße
PDF Icon Einladungsflyer Jahrestagung 2018684.99 KB

Zum türkischen Krieg in Syrien: F.A.Z.: In Manbidsch droht ein Nato-GAU / Erklärung der Kooperation für den Frieden / Medico intern. : Panzer-Unterschriftenaktion

Mi, 31/01/2018 - 19:36 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

- der völkerrechtswidrige Krieg türkischer Truppen in Syrien birgt ein hohes Eskalationspotential, das der nachfolgende F.A.Z.-Artikel beschreibt: Türkische Nato-Soldaten und us-amerikanische Nato-Soldaten könnten schon bald aufeinander schießen.

- Die "Kooperation für den Frieden“ hat durch ihr Sprecherteam am 30.1.2018 die nachfolgende Erklärung veröffentlicht: Angriff auf Afrin ist völkerrechtswidrig - Rüstungsexporte in die Türkei stoppen

- Medico International hat eine Unterschriftenkampagne gestartet mit der Überschrift: Kein Panzerdeal mit der Türkei Diese Petition kann hier online unterschrieben werden:

https://www.medico.de/kampagnen/kein-panzerdeal/#c61799

- IPPNW fordert in einer Pressemitteilung vom 30.01.2018 die Freilassung von verhafteten türkischen ÄrztInnen, die sich gegen den türkischen Einmarsch in Syrien ausgesprochen haben:

https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/ippnw-fordert-freilassung-von-verhaf.html

Vom 16. bis 18. Februar findet unter Mitträgerschaft des Versöhnungsbundes und Mitwirkung unseres Friedensreferenten Clemens Ronnefeldt die Münchner Friedenskonferen statt.

Ihre Ziele und Aufgaben sind folgende:

  • Ein wesentliches Ziel der Friedenskonferenz ist es, Denkprozesse anzustoßen, die eine Kultur des Friedens beflügeln.
  • Mit konkreten Beispielen aus verschiedenen Kulturen wollen wir Perspektiven aufzeigen für eine am Wohl der Menschen orientierte Sicherheit.
  • Wir wollen die Menschen ermutigen, sich ins politische Geschehen einzumischen.
  • Mit der Friedenskonferenz legen wir den Schwerpunkt auf die Beschäftigung mit friedenspolitischen Optionen. Wir sehen sie als Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung neben den Straßenaktionen, Dialogveranstaltungen und Friedensgebeten.
  • Wir setzen uns mit unserem Handeln und der „Internationalen Münchner Friedenskonferenz“ dafür ein, dass die Menschen in Frieden und in sozialer Gerechtigkeit miteinander leben und verantwortlich mit der Natur umgehen

Mehr unter: http://www.friedenskonferenz.info/

Der diesjährige Katholikentag, der  vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster stattfindet hat das Leitthema "Frieden". Wie bei jedem Kirchen oder Katholikentag gibt es wieder eine Vielzahl internationaler Gäste. Einer dieser Gäste ist P. George Pattery SJ. Er ist President of the Jesuit Conference of South Asia /Provincial of South Asia - und Experte in Bezug auf Gandhi und seine Spiritualität.

Wir haben zusammen mit Pax Christi Münster P. George Pattery S.J. für einen Seminartag in Dinklage gewinnen können. Das Thema lautet: Gewaltfreiheit (Ahimsa) – ein alternativer Weg der Machtausübung.

Herzliche Einladung zu dieser besonderen Veranstaltung in Kloster Burg Dinklage am 4. - 5.Mai diesen Jahres !

Die Veranstaltung ist englischsprachig; für Übersetzung wird gesorgt!

Programm:

Freitag, den 4.5.2018
18.00 Vesper
18.30 Abendessen
19.30 Come Together

Samstag, den 5.5.2018
7.30 Gottesdienst
8:15 Frühstück
9:00 Ahimsa – ein alternativer Weg der Machtausübung (Offener Vortrag)
11.55 Mittagsgebet
12.30 Mittagessen
14.00 Gandhi - An Indian Christian Perspective (inkl. Kaffeepause)
18.00 Vesper
Ende des Seminars

Es ist auch möglich, nur am Vortrag am Samstag teilzunehmen.

Detailiertes Programm mit Informationen zur Anmeldung im Flyer hier zum Download

Hier geht's zur Online-Anmeldung

“Ahimsa is a new way of relating with people and the world around, and it is a different way of exercising power. This, to my mind, constitutes the essence of spirituality for the evolving humankind.” (George Pattery S.J.)

Termin: 
05.05.2018
AnhangGröße
PDF Icon FlyerSeminarPatteryDinklage.pdf237.95 KB

OVG Lueneburg: Abschiebung eines Palaestinensers nach Palaestina als "Herkunftsland" zulaessig / Pax Christi: Palaestina anerkennen

Fr, 22/12/2017 - 13:08 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

nach der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die gestern von 128 Staaten, darunter auch Deutschland, verurteilt wurde, fällt es mir in diesem Jahr nicht leicht zu singen: „Jauchze laut, Jerusalem“.

Bei den anschließenden Protesten wurden vier Palästinenser getötet, weitere 140 verletzt, davon 50 so schwer, dass sie in Krankenhäusern behandelt werden mussten.

Bethlehem, auf das am 24.12. die weltweite Aufmerksamkeit gelenkt sein wird, lag in den vergangenen Tagen teilweise unter Tränengasschwaden.

Hintergründe zur Jerusalem-Entscheidung

Sa, 09/12/2017 - 22:57 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

nachfolgend sende ich einige Hintergründe zur Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump:

  1. In der SZ beschreibt Hubert Wetzel, wie Donald Trump, Jared Kushner und Jason Greenblatt offenbar Jerusalem wie eine Immobilie behandeln - und welchen Einfluss Evangelikale sowie der Milliardär Sheldon Adelson, Großspender für Donald Trump, im Hinblick auf die Kongresswahl 2018 und die Neuwahlen 2020 haben.
  2. In der „Welt“ beschreibt Michael Borgstede, wie Sheldon Adelson auch die Politik von Benjamin Netanjahu durch den Aufkauf mehrerer israelischer Medienorgane unterstützt.
  3.  In der F.A.Z. beschreibt Andreas Ross die Denkstrukturen evangelikaler Christen in den USA und die Bedeutung Jerusalems für deren Denken sowie ihre Zukunftsvisionen - ebenso ihre Lobbyarbeit im US-Präsidenten.
  4. Domradio Köln berichtet, wie die Appelle christlicher Oberhäupter ignoriert wurden - und wie Papst Franziskus den Jerusalem-Beschluss scharf kritisiert.

Seiten

Internationaler Versöhnungsbund RSS abonnieren