Herzlich willkommen beim Versöhnungsbund

Radtour für eine Friedenskirche
Radtour für eine Friedenskirche (und gegen die Verdammung der Täufer)

Der deutsche Zweig ist seit über 100 Jahren gewaltfrei aktiv gegen Krieg und Unrecht. Er vereint Menschen aller Generationen, die sich aus ihrem Glauben oder ihrer sonstigen inneren tiefen Überzeugung heraus für die Gewaltfreiheit einsetzen und auf unterschiedlichsten Wegen Schritte suchen, gewaltsame Strukturen zu bekämpfen und friendensfördernde zu schaffen.

Schauen Sie sich auf der Seite um - wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Anliegen aktiv unterstützen könnten.

Kommentare zur Lage im Nahen Osten nach Trumps Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt

Mi, 06/12/2017 - 22:00 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

im Nahen Osten droht nach der Entscheidung von US-Präsident DonaldTrump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, eine neue Welle der Gewalt. Nachfolgend habe ich folgende Hintergrund-Quellen ausgewählt:

  1. In einem SZ-Kommentar beschreibt Alexandra Föderl-Schmid diekomplexen historischen und aktuellen Hintergründe der Jerusalemfrage.
  2. Marie-Astrid Langer von der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) geht derFrage nach, warum sich der US-Präsident gerade jetzt des PulverfassesJerusalem annimmt - und wovon er ablenken könnte.
  3. Spiegel Online hat zahlreiche besorgte internationale Stimmenzusammen gestellt.
  4. Rudolf Dreßler, von 2000 bis 2005 Botschafter der BundesrepublikDeutschland in Tel Aviv, sieht im Deutsche Welle-Interview Parallelenzum Tempelbergbesuch Ariel Sharons im Jahre 2000, der die 2. Intifada(arab.: „Abschütteln", gemeint ist das Joch der Besatzung) auslöste.
  5. Dr. Muriel Asseburg (SWP) pädiert für eine neueeuropäische Nahostpolitik mit den Schwerpunkten Durchsetzunginternationalen Rechts, der Verbesserung der Menschenrechtslage undder Bewahrung von Handlungsräumen für die Zivilgesellschaft.

Inzwischen sind fast 400 Unterschriften bei uns eingegangen. Ganz herzlichen Dank! Auf dem Parteitag der AfD am 2/3. Dezember in Hannover stand das Thema Stiftung nicht auf der Tagesordnung. Heute wird berichtet, dass Anfang Januar der Vorstand entscheiden will, welche Stiftung offizielle Parteistiftung wird. Interessanterweise ist nun auch eine Gustav Stresemann Stiftung im Gespräch. Sollte man unser Anliegen verstanden haben?

Damit man es wirklich versteht, sind weitere Unterschriften dringend nötig, um dem Vorstand der AfD deutlich zu machen, dass wir diese Rufschädigung des Erasmus von Rotterdam nicht hinnehmen werden:

https://www.versoehnungsbund.de/erasmus

Inzwischen haben wir auch die Erasmusstiftung auf brandenburgischer Landesebene von dieser Kampagne in Kenntnis gesetzt.

Aktuelle Kriegsgefahren: SWP-Newsletter: Politische Entwicklungen in Syrien / Deutsche Kampfflugzeuge in Israel / Attac: Kriegswarnung / Iran-Report der Boell-Stiftung 11/2017

Mi, 22/11/2017 - 05:55 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

der Krieg in Syrien geht in eine entscheidende Phase: Die neuesten Entwicklungen beschreibt der nachfolgende Newsletter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die auch die Bundesregierung berät.

Die jeweiligen Quellenangaben zu den einzelnen Abschnitten finden sich im Originaldokument:

Libanon, Iran und Saudi-Arabien: Kommentare / Macron als Vermittler / O. Nassauer: Atomwaffen /Aufruf Neue Entspannungspolitik

Mo, 13/11/2017 - 17:44 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

nach Syrien und Jemen besteht aktuell die Gefahr, dass auch der Libanon im Machtkampf zwischen Iran und Saudi-Arabien sowie den sie unterstützenden Großmächten zum Kriegsschauplatz wird.

Iran hat derzeit die besseren Karten, Saudi-Arabien ist in der Defensive, konnte nicht einmal Katar von dessen Zusammenarbeit mit Iran abbringen - und ist nun in die Offensive gegangen.

Die angekündigte - hoffentlich baldige - Rückkehr von Saad Hariri in den Libanon wäre ein Schritt zur Deeskalation, den es zu unterstützen gilt:

juniorSeit einigen Jahren arbeitet der Internationale Versöhnungsbund eng mit Junior Nzita zusammen, der sich intensiv gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen engagiert.

Mit 12 Jahren wurde Junior Nzita aus seiner Schule entführt und selbst dazu gezwungen Kindersoldat zu werden. Erst nach 10 Jahren wurde er 2006 im Rahmen eines UN-Programms demobilisiert. Heute setzt er sich als ehrenamtlicher Botschafter der Vereinten Nationen für die weltweite Ächtung der Mobilisierung von Kindersoldaten ein und sensibilisiert Menschen für die durch Kriege verursachten Traumatisierungen. Außerdem setzt er sich mit der von ihm mitgegründeten Organisation „Paix pour l’enfance“ dafür ein, dass ehemalige Kindersoldaten, so gut es geht wieder ins friedliche Leben zurück finden können.

Wir freuen uns sehr, dass seine wichtige Arbeit dieses Jahr durch die Verleihung des Internationalen Bremer Friedenspreises der Stiftung die Schwelle gewürdigt wird. Diesen Anlass nutzen wir auch direkt für eine kleine Vortragsreise mit ihm persönlich rund um die Preisverleihung am 17. November herum. Vom 10.11. bis zum 25.11. wird er auf verschiedenen Veranstaltungen über das Leben von Kindersoldaten aufklären, ebenso wie über die Arbeit von „Paix pour l’enfance“ und dem Versuch die Schrecken des Krieges ein Stück weit zu überwinden.

Stationen: Frankfurt, Bad Oyenhausen, Stadthagen, Bremen, Mülheim an der Ruhr, Erfurt, Halle, Leipzig, Neumünster.

Die Vorträge sind teilweise öffentlich, teilweise nur in Schulen. Hier eine Auswahl der öffentlichen Termine:

  • 11.11.2017 Frankfurt 18 Uhr: Vortrag bei der afrikanischen NACHT 2017,Ort: EFRG, Eschersheimer Landstr 393, Frankfurt am Main
  • 17.11.2017 Bremen 19 Uhr: Preisverleihung Bremer Friedenspreis der Stiftung dieSchwelle,Ort: Obere Rathaushalle, Bremer Rathaus
  • 20.11.2017 Erfurt 18 Uhr: Friedensgebet in der Lutherkirche mit Junior Nzita, Foyersaal,Magdeburger Allee 48, 99086 Erfurt
  • 21.11.2017 Erfurt 14:15 Uhr: Vortrag in der offenen Arbeit Erfurt
  • 22.11.2017 Halle 19:30 Uhr: Vortrag im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade,Ort: Ehemalige Jugendherberge, August-Bebel-Straße 48a
  • 23.11.2017 Leipzig 19 Uhr: Vortrag in der Universität Leipzig - Fakultät für Geschichte, Kunst und Orientwissenschaften, Schillerstr. 6, Raum S202
  • 25.11.2017 Neumünster 16:00 Uhr: Lesung und Vortrag, Ort: Am alten Kirchhof 5, Neumünster

Zur Zeit kann man sich vom Schweizer Radio eine schöne Radiosendung herunterladen, die unsere Friedensfahrradtour im September von Augsburg nach Wittenberg dokumentiert. Die Sendung führt zugleich in gelungener Weise in die gesamte Problematik bezüglich der Rechtfertigung von Gewalt im Artikel 16 des Augsburger Bekenntnisses ein. Auch Download ist aktuell noch möglich:  https://www.srf.ch/sendungen/perspektiven/verdammung-nein-danke

Hinweise zu "change.org" / Prof. Mohssen Massarrat: US-Praesident Trump sichert sich Unterstuetzung der US-Ruestungsindustrie

Mi, 11/10/2017 - 22:39 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

in meinem gestrigen Beitrag stellte ich als „Aktion zur Beteiligung“ das „Generationen-Manifest“ vor, das über „Change.org“ unterzeichnet werden kann.

Die dort genannten zehn Punkte halte ich für gut zusammen gestellte und wichtige Forderungen an die Bundesregierung.

Gabor Steingart zur US-Politik und Koreakrise / Vermittlung durch Deutschland, Schweiz und Norwegen? / Peter Hayes mit Deeskalationsvorschlaegen / Generationen-Manifest

Di, 10/10/2017 - 22:28 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

heute sende ich vier Texte:

1. Gabor Steingart hat heute den nachfolgendenText veröffentlicht, der aufrüttelnder kaum sein könnte.

2. Gibt es in der Korea-Krise eine Vermittlung durch Deutschland, Schweiz und Norwegen?

3. Peter Hayes hat im Spiegel-Interview Vorschläge für eine Deeskalation in der Koreakrise gemacht.

4. Ein Generationen-Manifest am Ende dieser e-mail kann unterzeichnet werden, um Druck auf die laufenden Koalitionsverhandlungen für eine gerechtere und friedvollere Politik zu entfalten.

Wie können wir Vorurteile und Mechanismen von Diskriminierung im Alltag wahrnehmen und begegnen?

Mit einer Zunahme von rechtspopulistischen Parolen in der Öffentlichkeit werden auch Diskriminierung und Vorurteile in unserem Alltag immer sichtbarer. Welche Auswirklungen hat dies auf mich, meine (ehrenamtliche) Arbeit und die Menschen in meiner Umgebung? Wo habe ich Möglichkeiten, darauf zu reagieren? Wo habe ich vielleicht selber weiße Flecken? Wenn unser Anliegen ein vorurteilsbewusstes Miteinander ist, was steht dem eigentlich entgegen? Wo und wie bin ich selbst in gesellschaftliche Schieflagen verstrickt?

Mit Hilfe von erfahrungs- und prozessorientierten Übungen erarbeiten wir eine Grundhaltung, die darauf ausgerichtet ist, sensibel für Vorurteile und Diskriminierungen im (Arbeits-) Alltag zu werden. In der Auseinandersetzung mit diesen Themen möchten wir die eigene Handlungsfähigkeit stärken und gemeinsam Veränderungsmöglichkeiten erarbeiten.

Grundlage bietet hier der Anti-Bias-Ansatz. Dieser geht davon aus, dass wir alle Vorurteile erlernen und bietet Handlungsoptionen an, durch die ein bewusster Umgang mit der eigenen Voreingenommenheit und Schieflagen möglich wird.

Vorgesehene Tagesstruktur:
10.00 – 10.30 Begrüßung und Kennenlernen
10.30 – 12.45 Thematischer Einstieg und persönlicher Bezug
12.45 – 13.30 Mittagspause mit Imbiss, Bücher, Austausch
13.30 – 14.30 Übung zur inhaltlichen Vertiefung der Themen
14.30 – 15.00 Kaffeepause
15.00 – 16.15 Schritte zur Veränderung der eigenen Praxis
16.15 – 17.00 Zusammenfassung, Ausblick, Abschluss

Unkostenbeitrag  (einschließlich Kaffee und Imbiss): 25 Euro.

Anmeldung möglichst bis zum 1.11. bei buerger.arendsee@gmx.de
oder per Post an Eberhard Bürger, Bremer Straße 3, 39124 Magdeburg.

Die Veranstaltung wird vernastaltet von der Regionagruppe Magdeburg des Versöhnungsbundes und gefördert von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM: Lothar-Kreyssig-Ökumene-Zentrum und Ev. Kirchenkreis Magdeburg) und von „Demokratie lebt“, Magdeburg.

Weitere Informationen im angehängten Flyer.
 

Termin: 
11.11.2017
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