Herzlich willkommen beim Versöhnungsbund

Radtour für eine Friedenskirche
Radtour für eine Friedenskirche (und gegen die Verdammung der Täufer)

Der deutsche Zweig ist seit über 100 Jahren gewaltfrei aktiv gegen Krieg und Unrecht. Er vereint Menschen aller Generationen, die sich aus ihrem Glauben oder ihrer sonstigen inneren tiefen Überzeugung heraus für die Gewaltfreiheit einsetzen und auf unterschiedlichsten Wegen Schritte suchen, gewaltsame Strukturen zu bekämpfen und friendensfördernde zu schaffen.

Schauen Sie sich auf der Seite um - wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Anliegen aktiv unterstützen könnten.

Treffen am 30.9.2012 um 16.00 Uhr im Pfarrhaus, Steegerstr. 34, 41334 Nettetal-Lobberich
 

Thema: Die Landeskirche auf dem Weg zur Friedenskirche?
Zum Positionspapier der Badischen Landeskirche - s. Dokument.
 

Es scheint ziemlich Eindruck hinterlassen zu haben, prompt beklagte sich die nun wahrhaftig nicht unterversorgte Militärseelsorge, dass mit ihr nicht zuvor das Gespräch geführt worden ist, s. Anhang.

Der Deutsche Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes lädt ein zu einem

Gedenktag am 28.10.2012 in Berlin
 
Vor 1700 Jahren führte Kaiser Konstantin erstmalig Krieg mit dem Kreuz als Kriegszeichen. Seitdem setzen die großen Kirchen auf Gewalt und rechtfertigen notfalls den Krieg. 
 
Wir wollen dagegen auf die Kraft der Güte vertrauen und umkehren zu einer Kirche des Friedens. Wir laden alle ein, die mitgehen wollen: 
    
 
12.00 Berliner Dom (Vorplatz)
Prozession für eine Kirche des Friedens  
Stationen: Dom, Neue Wache, Brandenburger Tor, 
Raum der Stille, Rufer, Verteidigungs-Ministerium, 
Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (Gedenkhalle)
     
15.00  Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Gottesdienst 
 
16.30 Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Kapelle
Gemeinsames Essen, Gespräche, Verabredungen
 

Kreuz und Krieg: Für ein Ende der Konstantinischen Kirche - Zum Gedenktag am 28.10.2012

Am 28. Oktober 312 besiegte Kaiser Konstantin seinen MitkaiserMaxentius. Vorher hatte er, wie sein Chronist Eusebius schreibt,in einer Himmelserscheinung ein Kreuz gesehen mit der Anweisung: Dadurch siege! Als Siegesbeweis ließ er in Rom denabgeschnittenen Kopf seines Gegners präsentieren. Er schrieb seinen Sieg dem Christengott zu, schenkte der Kirche Kultfreiheit und Anerkennung und förderte sie, z.B. indem er den Sonntag zum Ruhetag erklärte.
  
Damit begannen 1700 Jahre Verbindung von Imperium und Kirche, Krieg und Kreuz. Hier liegt der Ursprung für den Sieg des Christentums im Römischen Reich, für seine Vereinnahmung zugunsten des Imperiums, für die Kriege des christlichen Abendlandes, für die Gewalttaten von Kirche und Staat gegen Christen, Juden und Muslime, gegen so genannte Hexen, gegen Afrikaner und Amerikaner und viele andere sowie für die imperiale Ausbeutung der ganzen Erde. Die mittelalterliche Kirche hat Jahrhunderte lang die Überzeugung vertreten Jesus habe im Evangelium Papst und Kaiser je ein Schwert anvertraut und sie damit zur Beherrschung der Welt bestimmt (Zwei-Schwerter-Lehre). Bis heute schmückt sich die Bundeswehr mit dem Kreuz der christlichen Ordensritter. 
 
Das Kreuz als Kriegszeichen, auch wenn es einer Vision entstammt, ist keine Botschaft Jesu, der die Sanftmütigen und Friedfertigen selig preist und uns den   Weg der Feindesliebe zeigt. Diese Verwendung des Kreuzes war und ist darum auch keine Offenbarung Gottes, seines Vaters, auch wenn Konstantin sie als göttliche Weisung verstand. Für uns sind maßgeblich Jesus und die Bibel, nicht die Vision eines römischen Kaisers.
 
Darum ist es Zeit, nach 1700 Jahren in Wort und Tat  
 
  • umzukehren  von  jeglicher  Unterstützung  für  Militär  und  Krieg,  z.B.  durch
    • die  Kündigung  aller  Konten bei Banken, die sich an Rüstung und Atomwirtschaft  beteiligen,
    • die  Kündigung  des  Militärseelsorgevertrages
    • und  die  Aufforderung  an  alle Christen,  das  Militär  zu  verlassen
    • und  keine  Partei  zu  wählen,  die  Militär  und  Krieg  befürwortet;
 
  • umzukehren  auf  den  Weg  Jesu  mit  den  Gewaltlosen  und  Frieden  Stiftenden,  z.B.
    • durch in  öffentliches  Schuldbekenntnis  für  die  Gewalttaten  der  Kirchen  in  1700  Jahren,
    • eine  Bitte  um  Vergebung,  besonders  für  die  Verfolgung  der  Friedenskirchen,
    • und  die  Kündigung  von  Artikel  16  des  Augsburger  Bekenntnisses, der  Gewalttaten  für  Recht  erklärt  und  anders  Denkende  verurteilt.
 
Der Sonntag 28.10. (mit dem Evangelium von der Feindesliebe!), ebenso Reformationstag, Friedenswoche und Buß- und Bettag sind gute Anlässe für Christen und Kirchen, diese Botschaft der Umkehr in die Öffentlichkeit zu bringen.
 
„Jetzt werden Weichen gestellt, und jetzt muss sich die Ernsthaftigkeit des kirchlichen Friedensbekenntnisses und -anspruches beweisen. Welche Kirche wollen wir?” -
M. Weingardt / R. Brahms / H. Scheffler
 
Im Anhang finden sich Flyer zum Download.

Offener Brief des Internationalen Versöhnungsbundes - Deutscher Zweig
an Herrn Bundespräsident Joachim Gauck

Minden, den 26. Juni 2012

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,

mit Entsetzen und Empörung haben wir Ihre Rede bei der Führungsakademie der Bundeswehr am 12.6.2012 vernommen. Insbesondere sehen wir Ihre Rede sehr kritisch als eine Rechtfertigung und Verharmlosung von Kriegseinsätzen an. Wir wollen und können uns nicht damit abfinden, dass noch mehr (deutsche) SoldatInnen getötet werden und auch andere Menschen töten, was Sie im übrigen nicht erwähnen.

Eine Gesellschaft in diesem Kontext als "glückssüchtig" zu bezeichnen, finden wir sehr zynisch, da es nicht einfach um "Hedonismus" geht, von dem Sie an anderer Stelle sprechen, sondern um die Würde und das Recht auf Leben und Unversehrtheit, die jeder Mensch - egal ob als SoldatIn oder ZivilistIn - besitzt. Über dieses Recht setzen Sie sich mit Ihrer Rede hinweg, das ebenso für alle Menschen gilt wie z. B. für die Menschen, die im September 2009 im afghanischen Kundus bei der vom deutschen Oberst Georg Klein befohlenen Bombardierung getötet wurden.

Nach den neuen „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ des Verteidigungsministers de Maizière gehört die Rohstoffabsicherung zu den „nationalen Interessen“ (Quelle s. u.). Es geht also nicht um die von Ihnen beschworene Freiheit, oder bedeutet Freiheit nach Ihrem Verständnis, dass die Bundesrepublik wie andere Industriestaaten die Freiheit hat, die Zweidrittel-Welt auszuplündern? Die Bundeswehr praktiziert die staatlich-institutionalisierte Aufhebung des in unserer Gesellschaft verankerten Tötungstabus. SoldatInnen erlernen dort die Anwendung tötender Gewalt.

Bereits das Erlernen, wieviel mehr die Androhung und erst recht die Anwendung tötender Gewalt stehen im direkten Widerspruch zur Gewaltfreiheit. Unseres Erachtens ist Gewaltfreiheit eine unverzichtbare Voraussetzung, wenn nicht der Ermöglichungsgrund für jede Art menschlicher Kommunikation. Ohne Gewaltfreiheit ist die Achtung vor der Würde des Menschen nicht möglich. In diesem Sinne können wir es nicht verstehen, wenn Sie die "Ohne uns"-Haltung gegen eine neue Erstarkung des Militarismus in Deutschland kritisieren. Sie selbst bezeichnen (militärische) Gewalt als ein Übel, rechtfertigen sie aber als ein - manchmal notwendiges - Mittel, um andere Gewalt zu überwinden.

Uns geht es auch nicht nur um "Ohne uns": Sie ignorieren, dass es viele zivile, gewaltfreie Alternativen der Konflitkbearbeitung gibt, von denen einige als Ziviler Friedensdienst auch von der Bundesregierung finanziert werden. Dabei sind auch die zivilen Interventionen in Konflikte nach dem "Do no harm"-Ansatz von Mary B.
Anderson mit der notwendigen Konfliktsensibilität durchzuführen, die wir bei militärischen Interventionen vermissen. Wenn nun Waffengewalt und Kriege Frieden schaffen würden, sozusagen als Ihre Lehre aus der
Geschichte, dann müsste ja nach all dem Töten, den Zerstörungen und den Grausamkeiten, nach all den zivilen und militärischen Toten der letzten Jahrhunderte, der Weltfrieden schon längst ausgebrochen sein. Das ist er aber nicht.

Auch unser Lehrer und Bruder, der Wanderprediger aus Nazareth, in dessen Nachfolge Sie als Pfarrer stehen, war an dieser Stelle schon anderer Meinung als Sie.

Der Internationale Versöhnungsbund setzt sich seit 1914 für eine Kultur der Gewaltfreiheit ein und ist weltweit in über 40 Ländern vertreten. Seine Mitglieder haben in zahlreichen Projekten Erfahrungen damit gesammelt, Gewalt gewaltfrei zu überwinden. Bekannt geworden sind vor allem die Friedensnobelpreisträger Martin Luther King, Mairead Corrigan-Maguire und Adolfo Maria Pérez Esquivel. In der Hoffnung auf einen in dieser Hinsicht alsbald wirksamen Politikwechsel – für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung –
verbleiben wir mit freundlichen Grüßen

Dr. Matthias Engelke,
Vorsitzender des Internationalen Versöhnungsbundes - Deutscher Zweig


Zitierte Quelle:
vgl. Bundesministerium der Verteidigung (2011):
Die Verteidigungspolitischen Richtlinien.
http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/!ut/p/c4/LY1BDsIwDARfRHznxiugXJCTWu6qiV...

Gruppenfoto - Jahrestagung 2012Sonntagabend komme ich hundemüde aber irgendwie glücklich wieder zu Hause an. Hinter mir liegt ein unglaubliches Himmelfahrtswochenende: die Jahrestagung. Es kommt mir vor als wäre ich über Wochen weg gewesen, so viel habe ich mitgenommen.

Das Sprichwort  „alles neu macht der Mai“ kommt mir in den Sinn und ich finde „Alles neu macht die Jahrestagung“ eigentlich auch ganz passend. 

Neu sind zunächst all die Informationen, die man auf der Jahrestagung bekommt. Ob bei den Vorträgen, AGs, Diskussionsgruppen oder einfach bei einem netten Gespräch. 

Neu beziehungsweise erneuert ist auch der Mut, etwas verändern zu können. Besonders das Thema der Jahrestagung „zivilrechtliche Wachsamkeit“, hat mir wieder gezeigt, dass auch der einzelne schon eine Menge verändern kann und wie vielfältig die Möglichkeiten sind. 

Und auch im Jugendforum ist so einiges neu. Tobias Lohse und Hannah Klemm gaben ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand ab und auch der Jugendrat wurde neu gewählt. Viel hat sich während ihrer Amtszeit getan. Auf der Jahrestagung wurde immer mehr Raum für Jugendliche geboten, zum Beispiel durch die Treffen des Jugendforums. Auch dieses Jahr boten diese Treffen neben Gummibärchen für alle, die Möglichkeit sich untereinander besser kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Zum Beispiel berichtete Clara von unserer ersten Jugendtagung im Januar. An dieser Stelle, vielen Dank Tobias und Hannah für die wunderbare Arbeit im Vorstand, für die Organisation vieler Aktionen auf den Jahrestagungen für das Jugendforum und alles was ihr für die Jugend im Versöhnungsbund getan habt. Und auch einen großen Dank an Sophia Firgau, Clara Hahn, Marco Geue und Clara Ahlborn vom alten Jugendrat, die die beiden in all dem unterstützt haben.

Entsprechend standen dieses Jahr wieder Wahlen an. Marco Geue und Sarah Boos wurden vom Jugendforum einstimmig zur Vertretung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Vorstand gewählt. Für die Mitarbeit im neuen Jugendrat haben sich Amala Bommer, Nele Buchholz, Clara Ahlborn und Sophia Firgau, die sich mit mir (Samya Korff) einen Platz teilt, bereit erklärt. 

Eine ganze Menge hat sich also geändert. Das wichtigste ist aber gleich geblieben: Die wunderbare Atmosphäre, die auf jeder Jahrestagung herrscht.

Und schließlich bot das Abschlussfest, wie gewohnt tolle Stimmung, Musik, die zum Tanzen einlud und zum Ende einen etwas wehmütigen Abschied. Aber die nächste Jahrestagung kommt bestimmt und vielleicht ja auch noch eine Jugendtagung dazwischen, um die Wartezeit zu verkürzen.

Samya Korff

Auf der Mitgliederversammlung war turnusgenäß der Vorstand neu zu wählen. Mit großer Mehrheit wurde dabei Matthias Engelke in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt:

  • Birgit Ahlborn
  • Sarah Boss / Marco Geue (als Tandem)
  • Barbara Bürger
  • Eberhard Bürger
  • Markus Heper
  • Thomas Nauerth
  • Benjamin Pütter

Da die Wahlperiode des Präsidenten 5 Jahre beträgt, stand er dieses Mal nicht zur Wahl an.

Zivilgesellschaftliche Wachsamkeit - Sehen – Hören – Widersprechen, das war der Titel des Jahrestagung, die vom 17. – 20. Mai 2012 in Arendsee/Altmark stattfand.

Über 190 Teilnehmende, darunter auch viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, waren gekommen, um sich auf verschiedene Weise dem Thema anzu nähern.

Beim Fest

Ein Impulsreferat von Björn Rohde-Liebenau zu „Zivil, gesellschaftlich und achtsam: von der Verantwortung zu antworten“ und eine Podiumsdiskussion zur „Zivilgesellschaftlichen Wachsamkeit“ mit VertreterInnen verschiedener Initiativen bildeten den Auftakt für den weiteren Tag mit der Arbeit in verschiedenen Gruppen zu Themen wie Zivilklausel an Universitäten, investigativer und konfliktsensitiver Journalismus, Verantwortung zurückgewinnen anhand von Thoreau, Dresden nazifrei, UN-Konvention für Rechte von Menschen mit Behinderungen, Strafvollzug, Energie selber machen, Blokadeaktionen, Sehen-Hören-Tanzen, Konflikte gewaltfrei lösen.

Diesen ganz verschiedenen Themenbereichen ist gemeinsam, dass sie ein Engagement brauchen, das achtsam (Sehen und Hören) und widerständig (Widersprechen) ist, weil sonst lebenswichtige Bereiche vernachlässigt oder behindert werden.

Der Abend stand dann im Zeichen des Dankes des IVB an seinen Friedensreferenten Clemens Ronnefeld für 20 Jahre unermüdliches Engagement und der Vorbereitung auf die Fahrt nach Gorleben am nächsten 'Vormittag.

Da nahmen vor dem Erkundungsbergwerk etwa 120 Tagungsteilnehmer an der Aktion „Gorleben 365“ teil: Mit dieser Veranstaltung wurde das Eingangstor für den Vormittag blockiert. Dabei erfuhren die Teilnehmenden von anderen Besonderheiten: vom Gorleben-Gebet, das seit 1989 jeden Sonntag 14 Uhr abgehalten wird, und von den vielen Aktionen zu „Gorleben 365“, die bisher zum Wachhalten und Blockieren beigetragen haben.

Vor dem Tor, Copyright Benjamin Pütter

Die Jahrestagung wurde am Nachmittag des 19. Mai mit der Arbeit von 13 Diskussionsgruppen zu Themen wie z.B. "Afghanistan - Gibt es noch eine Chance für eine Friedenslösung?", "Achtsamkeit bezüglich des Umgang des Staates mit Flüchtlingen", "Militärfreie Bildung" oder "Netzpolitik"  fortgesetzt und endete mit einem Fest am Abend, das durch den Auftritt von Matteo Capreoli eröffnet wurde.

Zum Angebot der Tagung gehörte auch die Möglichkeit, den Tag mit Yoga und mit Andachten zu beginnen und die Woche mit einem Gottesdienst zu beenden, der allabendliche Ausklang mit Kindern, die regelmäßigen Treffen des Jugendforums oder der Büchertisch zu Frieden, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und Herrschaftslosigkeit.

Eingerahmt wurde die Jahrestagung von der Mitgliederversammlung des Internationalen Versöhnungsbundes, Deutscher Zweig, auf der Berichte zur laufenden Arbeit, Finanzfragen, Anträge beraten wurden und die Wahl eines neuen Vorstandes erfolgte.

Im Anhang finden sich die Thesen von Ullrich Hahn zur zivilgesellschaftlichen Wachsamkeit.

Des weiteren hat Dagmar Schulte einen Radio-Beitrag über die Jahrestagung erstellt. Hier kann er (ganz oder inTeilen) gehört oder heruntergeladen werden.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung findet sich im internen Mitgliederbereich.

AnhangGröße
PDF Icon jt12-thesen.pdf41.06 KB

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes hat auf ihrer Mitgliederversammlung am 20.Mai 2012 beschlossen, den zweifachen Träger des Bundesverdienstkreuzes Dr. Horst Pomp, Essen, mit seinem Vorschlag an den Bundespräsidenten Joachim Gauck zu unterstützen, militärische Rituale bei Staatsempfängen durch nichtmilitärische wie z.B. das Überreichen von Brot und Salz zu ersetzen.

Im Anhang finden Sie:

  • den Brief des Versöhnungsbundes und den Brief von Dr. Pomp sowie
  • zum Selbst-Ausdrucken eine Unterschriftenliste mit der Bitte, dass möglichst viele Menschen die persönliche Unterstützung des Anliegens ebenfalls an den Bundespräsidenten schicken.

Zwei Lesetipps

Mi, 09/05/2012 - 21:24 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

zwei Lesetipps möchte ich heute zum Gedenktag des Endes des 2. Weltkrieges geben:

1. Dr. Michael Lüders, Iran: Der falsche Krieg. Wie der Westen seine Zukunft verspielt.

2. Elisabeth Kiderlen: "Nie wieder wehrlos. Israel und Iran haben überraschend viel gemeinsam"
     (Süddeutsche Zeitung, 25.4.2012, Feuilleton, S. 11)

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Zum Gedenktag am 28.10.2012

Leo Petersmann, Mitglied der Berliner Gruppe des Internationalen Versöhnungsbundes, hat mit seiner Regionalgruppe und mit der Kommission Friedenstheologie beim Jahrestreffen einen offenen Brief zum Thema Kirche und Krieg diskutiert. Wir veröffentlichen den Brief mit einer Einführung und Bildern, so dass er ggf. auch zum Ausgangspunkt von Aktionen werden kann.

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
 
in diesem Herbst haben wir einen ungewöhnlichen Gedenktag: Am 28.10.312 siegte Kaiser Konstantin an der Milvischen Brücke mit seiner Vorstellung vom Kreuz als Kriegszeichen. Das war der Start von 1700 Jahren Krieg und Gewalt im Zeichen des Kreuzes. Bis heute schmückt sich die Bundeswehr mit dem Kreuz der Ordensritter, und die Kirche schweigt dazu. 
 
Ich finde, dieses besondere Datum ist ein wichtiger Anlaß, sich kritisch mit dem Ursprung der unheiligen Allianz von Kreuz und Krieg und seiner Auswirkung bis heute auseinander zu setzen. 
 
Meine Vorstellungen zum Gedenktag beschreibe ich im Anhang. Vielleicht sind sie anders als eure. Aber möglicherweise wecken sie trotzdem bei euch den Wunsch, diesen – wie ich finde – bedeutenden Gedenktag für eine Kirche des Friedens auf eure Weise öffentlich zu begehen oder dazu einen Anstoß zu geben. 
 
Mit freundlichem Gruß
Leo Petersmann

Neues Dossier zu Syrien

Sa, 10/03/2012 - 10:38 - Clemens Ronnefeldt

Im Rahmen des Monitoring-Projektes der "Kooperation für den Frieden" entstand das "Dossier V": "Syrien zwischen gewaltfreiem Aufstand und Bürgerkrieg".

Das Dossier wurde vorgelegt von Christine Schweitzer, Andreas Buro, Karl Grobe-Hagel und Clemens Ronnefeldt.

Es befasst sich mit den Hintergründen des Konfliktes und macht eine Reihe von Vorschlägen zur Deeskalation und zivilen Konfliktlösung.

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