Herzlich willkommen beim Versöhnungsbund

Radtour für eine Friedenskirche
Radtour für eine Friedenskirche (und gegen die Verdammung der Täufer)

Der deutsche Zweig ist seit über 100 Jahren gewaltfrei aktiv gegen Krieg und Unrecht. Er vereint Menschen aller Generationen, die sich aus ihrem Glauben oder ihrer sonstigen inneren tiefen Überzeugung heraus für die Gewaltfreiheit einsetzen und auf unterschiedlichsten Wegen Schritte suchen, gewaltsame Strukturen zu bekämpfen und friendensfördernde zu schaffen.

Schauen Sie sich auf der Seite um - wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie unsere Anliegen aktiv unterstützen könnten.

Pazifismus – Leben und Handeln ohne Gewalt

Mi, 20/06/2018 - 05:31 - Ullrich Hahn

Thesen im Rahmen eines Workshops beim 60jährigen Jubiläum der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ 2018

1. Der Begriff „Pazifismus“ ist im alltäglichen Sprachgebrauch nicht eindeutig. Für uns bedeutet er zunächst die unbedingte Ablehnung aller militärischen Gewalt, darüber hinaus aber auch jeglicher Gewalt, die menschliches Leben verletzt und unterdrückt.
Für uns als Christen ist diese Haltung in der Bergpredigt präsent und gleichzeitig vernünftig.

und den Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland/Büchel vom 28. Juli - 9. August 2018 im Rahmen der Kampagne "Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt"

Der Initiativkreis gegen Atomwaffen/Regionalgruppe Cochem/Zell des Internationalen Versöhnungsbundes ruft zu einem 9. öffentlichen Fasten auf:

"Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika lagern immer noch in Europa u.a. in Rheinland-Pfalz, in der Südeifel, im Atomwaffenlager Fliegerhorst Büchel.

Atomwaffen, ihre Lagerung, Androhung und Anwendung sind völkerrechtswidrig. Es sind Massenvernichtungswaffen wie biologische und chemische Waffen und gehören geächtet. Sie verletzen die Würde des Menschen. Sie widersprechen dem christlichen Glauben in allen Belangen.

Spätestens seitdem der Friedensnobelpreis 2017 an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ICAN, überreicht worden ist, wissen viele Menschen von diesem Unrecht.

Doch es geschieht noch zu wenig, um dieses Unrecht zu beenden.

Es gehen dafür noch zu wenig Menchen auf die Straße um sich gewaltfrei dafür einzusetzen, dass die Bundesregierung erklärt: Deutschland ist atomwaffenfrei.

Was mit der Wiedervereinigung schon möglich war und besonders von deutscher Regierungsseite aus verhindert wurde, soll endlich wahr werden: Die Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika gehen dahin zurück, woher sie gekommen sind.

Die Fastenaktion ist eine Zeit der Besinnung, der Gespräche und Gebete und der Umkehr.

Viele Menschen fasten aus Solidarität mit den Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki in der Zeit vom 6. bis zum 9. August. Die Folgen der Zerstörung dieser beiden Atombomben sind bis heute für viele Menschen spürbar. An den Folgen der Atomwaffentests in der Atmosphäre und im Erdinneren sterben jährlich Menschen durch Krebs.

Solange bis die Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland abgezogen sind faste ich jedes Jahr - so Gott will, dass ich lebe und gesund bin - einen Tag länger. Ich fange dafür jeweils einen Tag eher an. In diesem Jahr beginnt das Fasten am 28. Juli in Tallinn/Estland.

Estland gehört zu den baltischen Staaten die aus Angst vor einem erneuten Überfall durch Russland sich der NATO angeschlossen haben. Erst vor kurzem hat dort ein großes NATO-Manöver stattgefunden. Es soll auch dort ein Zeichen dafür gesetzt werden, dass der Welt nicht geholfen ist, wenn zusammen mit atomwaffenführenden Staaten der Krieg geübt wird.

Die Stationen der diesjährigen Fastenkampagne sind:

Beginn am Samstag, den 28. Juli in Tallin
Montag, den 30. Juli bis Mittwoch, den 1. August Pressehütte Mutlangen
Mittwoch, den 1. August bis Freitag, den 3. August Spitalhof in Schwäbisch-Gmünd
Freitag, den 3. August bis Sonntag, den 5. August Nettetal-Lobberich
Sonntag, den 5. August bis Mittwoch, den 8. August Lambertiplatz in Breyell-Nettetal
Mittwoch, den 8. August bis Donnerstag, den 9. August Atomwaffenlager Büchel.

Bereits vom 28. August an wird auch in Frankreich am Mont St. Michel mitgefastet.

Es finden um 8.15 Uhr und um 20.15 Uhr Gedenkfeiern und Andachten am Fastenzelt statt.
Am Abend wird im Anschluss daran zu Gesprächen zu folgenden Themen eingeladen:
- Wie schütze ich mich vor Abstumpfung?
- Die Religion der Intoleranz
- Speaking truth to power - Mächtigen und Ohnmächtigen die Wahrheit sagen

Nähere Informationen auch über Whatsapp bitte anmelden unter der Nummer 0049-157-87 313 098 oder mwEngelke@t-online.de.

Sie wollen etwas dazu beitragen, dass wir die Atomwaffen los werden?

Fasten Sie mit! Einen Tag oder mehrere Tage. Sprechen Sie darüber mit ihren Nachbarn und Freunden!

Geben sie bei sich zu Hause vor Ort öffentlich Zeugnis dafür, dass die Atomwaffen ein Verbrechen sind und abzuschaffen sind. Suchen Sie Freunde, die z. B. einen Schweigekreis zusammen mit Ihnen halten.

Für Material und weitere Ideen siehe unter Kampagne "Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt" oder unter fastenkampagne.blogspot.com/. Unter der letzten Adresse  finden Sie auch laufende Informationen zur Fastenaktion.

Kommen Sie zu den Andachten und Gesprächen ans Fastenzelt.

Kommen Sie nach Büchel - jetzt schon oder zur Abschlussveranstaltung am 9. August um 11.02 Uhr vor dem Haupttor des Atomwaffenlagers. Im Anschluss ist das Fastenbrechen."

Termin: 
28.07.2018 bis 09.08.2018

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu „heldenhaft gewaltfreit“ auf dem Katholikentag sind sieben wetterfeste Planen/Transparente (1,60x3,30 m) entstanden, die jeweils Gesicht sowie ein Zitat entweder von Mahatma Ghandi, Abdul Gaffar Khan, Oscar Romero, Rutilio Grande, Jean Goss, Hildegard Goss-Mayr oder Martin Luther King zeigen. MISEREOR in Aachen und das FORUM St. Peter haben bislang die Kosten für diese Planen getragen. Jetzt sollen diese Planen auf die Reise geschickt werden – um „SUCHE FRIEDEN“ wach zu halten - Monat für Monat in eine andere Stadt – jeweils für vier Wochen ab Juli 2018 bis Juni 2019 – also in den kommenden 12 Monaten.

Wer Interesse hat, diese Transparente für 4 Wochen aufzuhängen kann sich melden bei *Klaus Hagedorn, FORUM St. Peter, Tel: 0441 - 390 306 11, Handy: 0160-970 76 76 7, email hagedorn@forum-st-peter.de Kosten je nach Möglichkeit 50-150 Euro für 4 Wochen.

So werden Kirchen schöner und bildender

FriedenFrieden geht geht oder läuft oder fährt…. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, sich am Staffellauf für den Frieden zu beteiligen.

Der VB ist Mitträger dieses Laufs  und an vielen Stellen beteiligt. Gisa Luu hat in der Vorbereitungsgruppe den VB vertreten. Einige Mitglieder beteiligen sich an der Durchführung. Sie haben lokale Aktionen geplant (Sonnhild Thiel), im Begleittross mitgearbeitet (Thomas Bühler), einzelne Strecken mitgemacht oder mehrere Tage den Staffellauf aktiv unterstützt (z.B. Bernd Reißmann).

Clemens Ronnefeld ist als Referent eingeladen. So ist eine gemeinsame Aktion entstanden, die an vielen Orten viele Mitglieder verbunden hat.

Im Anhang eine Rede von Prof. Wolfgang Frindte, die er auf der Kundgebung aus Anlass der Staffette "Frieden geht!" in Jena gehalten hat.

Am heutigen Dienstag startet unter dem Motto "Frieden geht - Zeichen setzen für den Frieden" ein Staffellauf gegen Rüstungsexporte, der auch von Versöhnungsbund mitinitiiert wurde.

Er soll nach 1100 km am 2. Juni in Berlin ankommen.

Mehr dazu in der angehängten Presseerklärung.

AnhangGröße
PDF Icon Presseerklärung "Frieden geht"56.48 KB

LogoEine Tagung von Church and Peace, dem Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee, dem Internationalen Versöhnungsbund,dem  Mennonitisches Friedenszentrum Berlin und der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker)

im Thomashof, Karlsruhe, vom 23. bis 25. November 2018

In dieser Wochenendtagung soll es darum gehen, welche Chancen wir als Kirchen oder Friedensgruppen haben, einen Wandel unserer Welt zu mehr Nachhaltigkeit mit anzustoßen und mitzugestalten.

ReferentInnen:

Stefanie Linner, Politologin und Koordinatorin von Micha Deutschland, dem deutschen Zweig einer weltweiten Kampagne, die Christinnen und Christen zum Engagement gegen extreme Armut und fürglobale Gerechtigkeit begeistern möchte.

Prof. Dr. Ulrich Duchrow, Theologe und Mitbgründer von Kairos Europa, ein Netzwerk, das sich für gerechtere Wirtschaftsbeziehungen einsetzt.

Weitere Informationen zur Tagung, zu den Kosten und zur Anmeldung (möglichst bis zum 15.10.) im angehängten Tagungsflyer.

Termin: 
23.11.2018 bis 25.11.2018
AnhangGröße
PDF Icon Tagungsflyer468.18 KB

Annette NauerthMit der auf der Mitgliederversammlung am 13. Mai gewählten neuen Vorsitzenden Prof. Dr. med. Annette Nauerth steht zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Zweigs des Internationalen Versöhnungbundes  eine Frau an der Spitze des Verbandes.

Als weitere Mitglieder wurden in den Vorstand gewählt:

  • Bernadette Ackva
  • Birgit Ahlborn
  • Barbara Bürger
  • Leah Hablitzel und Jakob Stahl im Tandem als VertreterInnen der Jugend
  • Berthold Keunecke
  • Reinhard Stahl
  • Eva-Maria Willkomm

Buchvorstellung: Nico Fuhrig und Kevin Kaelker: Israel und das Szenario eines Praeventivschlags gegen Iran

Fr, 18/05/2018 - 21:00 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

 
die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen Israel und Iran ist nach den jüngsten Militäraktionen in Syrien aktuell im Bereich des Möglichen.
 
Wegen der großen Bedeutung dieser Frage habe icheine ausführliche Buchvorstellung zu diesem Thema erstellt, die sich im Anhang befindet.
 
Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.

Versöhnte Vielfalt - die Würde des Menschen ist antastbar - Das Thema dieser Jahrestagung hatte die Genderkommission vorgeschlagen und es war auf der letzten Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit akzeptiert worden. Ausgangspunkt war die Tatsache, dass Menschen in unserer Gesellschaft grundgesetztwidrig z.B. aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlecht, ihrer Religion, ihres Alter oder ihrer finanziellen Situation und ihres Status diskriminert und ausgegrenzt werden und zwar sowohl durch Machtstrukturen wie zunehmend auch wieder durch direkte Beleidigungen und tätliche Angriffe.Ziel war es, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, diskriminierende Strukturen besser zu verstehen, sichtbar zu machen und Wege zu ihrer Überwindung zu suchen.

Dabei wurden auch das eigene Denken, Fühlen und Verhalten und die Strukturen in unserem Verand in den Blick genommen, sodass es immer wieder gerade auch jenseits des Plenums zu lebhaften Diskussionen kam.

Andreas Zumach, Eva Maria Willkomm, Ulrike Laubenthal, Ullrich Hahn
Samya Korff interviewt Rashmi Sharma , Bernd Reißmann, Evarossa Horz und Lucas Johnson zu ihren jeweiligen Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung.

Die Tagung verfolgte dabei vor allem am ersten Tag das Konzept, besonders von Diskriminierung Betroffenen einen Raum für ihre Stimme zu geben, weil klar ist, dass nur sie die Experten für ihre Erfahrungen sind. Die damit verknüpfte Aufforderung an die Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft "Zuhören und Klappe halten" wurde allerdings von manchen als Zumutung empfunden und weckte bei einigen Menschen, die in der DDR aufgewachsen waren, schmerzhafte Erinnerungen an eigene Erfahrungen von Ausgrenzung und Bevormundung.

Adelheid BieseckerEinen Blick aufs Ganze warf hingegen am Freitagmorgen Prof. Dr. Adelheid Biesecker mit ihrem Vortrag "Vorsorgendes Wirtschaften:
Ökonomische Grundlage für ein gutes Leben in Vielfalt", in dem sie zum einen kritisch deutlich machte, dass die  kapitalistische Wirtschaftsweise so angelegt ist, dass sie die Vielfalt der Lebensgrundlagen unseres Planetens zerstört und zum anderen nachhaltige Alternativen aufzeigte und erzählte, wo diese jetzt schon gelebt werden.

Die Arbeitsgruppen des restlichen Freitags boten dann Raum für vielfältige Diskussionen und Vertiefungen, während bei einer Arbeitseinheit am Abend dann explizit die ausgrenzenden Strukturen im VB diskutiert wurden. Eine zentrale Frage war dabei die, was unser Verband dazu beiträgt, dass unsere Mitgliederstruktur so ist, wie sie ist, und was es Menschen mit anderen Voraussetzungen schwer macht, sich hier wohlzufühlen.

Am Beispiel des Umgangs mit Spiritualtiät wurde aber auch deutlich, dass es ein schmaler Grat ist, offen für alle Formen von Spiritutalität (und ggf. auch Nichtspiritualität) zu sein und zugleich das zu bewahren, was andere Mitglieder zum VB gebracht hat, nämlich einen Ort, wo diese ihren Glauben so leben können, dass religiöse Praxis und politisches Engagement gut zusammenkommen.

De facto war es auch auf dieser Tagung so, dass es keine einzige Veranstaltung gab, an der alle teilgeommen oder bei der sich alle wohlgefühlt hätten, was aber zumindest aus meiner Sicht der Verbindung und dem Gemeinschaftsgefühl keinen Abbruch getan hat.

Spiele für viele

Der spätere Freitagabend wie auch der Samstagvormittag standen unter dem Zeichen der Begegnung, sowohl in vielen informellen Gesprächen wie auch beim Mosaik der Friedensarbeit und den Spielen für vielen, bei denen Rainer Gertzen Menschen aller Generationen mit viel Witz und Engagement  zusammen in Bewegung brachte.

Am Nachmittag wurden in Diskussionsforen und Schnupperkurse erneut viele Aspekte der Friedensarbeit beleuchtet, bevor der Tag mit vielen unterschiedlichen festlichen Elementen ausklingen konnte: dem Fest der Vielfalt, das versuchte, jenseits spezifisch religiöser Formen unseren Geist und unsere Hoffnung lebendig werden zu lassen, eine Kästnerlesung mit Akkordeon und Klarinette, mit der Marie von Laer, Annette Weber und Gregor Lang-Wojtasik ihr Publikum verzauberten, aber auch mit Tanzmusik in der Kinowelt, dem guten Käse vom Untermühlbachof und Gesprächen bis weit in den nächsten Morgen.

Eingerahmt wurde die Tagung wie immer durch die Mosaikgruppen am Anfang, den Tagesauskling für Kinder, das Jugendforum, das morgendliche Yoga und 1000 Begegnungen im Sonnenschein rund um das Humboldt-Jugendgästehaus Bad Schussenried.

Die folgenden Dokumente (die in der nächsten Zeit noch ergänzt werden) geben einen kleinen Einblick in das Tagungsgeschehen:

  • die Einladung
  • das Grußwort von Tsepo Bollwinkel, der eigentlich auf dem Einganspodium seine Erfahrungen von Diskriminierung beschreiben wollte, aber erkrankt war (im Anhang)
  • die Eröffnungsthesen von Ullrich Hahn (im Anhang)
  • der Vortrag von Adelheid Biesecker (im Anhang) 
  • Ullrich Hahns Thesen: Mit Rechten Reden (im Anhang)
  • eine Dia-Show mit Fotoimpressionen von Tagung und Mitgliederversammlung

US-Botschaft in Jerusalem auf umstrittenem Gelaende / Prof. Hajo Funke zum Israel-Iran-Konflikt / Pax Christi zum Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem / IPPNW zur Gazastreifen-Eskalation

Do, 17/05/2018 - 21:57 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

die New York Times machte im März 2018 erstmals darauf aufmerksam, dass das vom Konsulat zur US-Botschaft aufgewertete Gebäude in Jerusalem sich auf der sogenannten grünen Linie und im Niemandsland befindet.

Dieses wurde in der Vergangenheit sowohl von Jordanien wie auch von Israel beansprucht. Daher liegt zumindest ein Teil der neuen Botschaft völkerrechtlich gesehen auf einem Stück Erde, das von den Vereinten Nationen als von Israel besetztes Gebiet angesehen wird.

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