Transparenz TV: Libanon - Aufruf zur Hilfe nach der Beirut-Katastrophe / SZ-Kommentar: Naher Osten: Frieden gibt es nicht zum Nulltarif / Moria-Mitmachaktion

Gespeichert von Webmaster am Mi., 16.09.2020 - 15:46

Liebe Friedensinteressierte,

im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ sende ich nachfolgend eine Inhaltsangabe und den Link zu folgender Sendung:

Mittwoch, 16.9.2020

Thema: Libanon - Aufruf zur Hilfe nach der Beirut-Katastrophe

Frank Farenski im Gespräch mit Clemens Ronnefeldt

Am 4. August 2020 führte die Explosion im Hafen von Beirut zu ca. 200 Toten, mehreren Tausend Verletzten sowie direkten materiellen Schäden zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar - dazu weiteren 2-3 Milliarden US-Dollar als wirtschaftliche Folgen.

Im Dialog werden die wichtigsten Ereignisse nach der Explosion noch einmal nachgezeichnet: Die Proteste nach der Katastrophe, der Rücktritt der Regierung, die Ernennung von Mustapha Adib zum neuen Ministerpräsidenten, die Besuche des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sowie des deutschen Außenministers Heiko Maas.

Die Sendung wird auch beleuchten, welche politischen Reformen notwendig sind, um das religiöse Proporzsystem zu überwinden und das Land aus der vermutlich größten Krise seit dem Ende des Bürgerkrieges 1990 zu führen.

Ein wichtiger Teil der Sendung wird auch der lebendigen Zivilgesellschaft gewidmet werden, in der sich viele Menschen im Libanon engagieren.

Clemens Ronnefeldt war in den letzten Jahren viermal im Libanon zu Gesprächen und Begegnungen, die als Hintergrund in die Sendung einfließen werden.

Eng verbunden waren sein Reisen mit der Arbeit des „Haus des Friedens“ (Dar Assalam), das soziokulturelle Begegnungs- und Sprachreisen anbietet.

In der aktuellen Notlage nach der Katastrophe in Beirut haben sich die Verantwortlichen dieser Begegnungsstätte entschlossen, in Zusammenarbeit mit zwei Frauenorganisationen das Gästehaus für obdachlos gewordene Frauen aus Beirut zur Verfügung zu stellen.

Mit Spendengelder werden deren Wohnungen in Beirut repariert sowie Lebensmittel bereit gestellt.

Die Sendung schließt mit dem Appell, diese Hilfe zu unterstützen durch Zuwendungen an den gemeinnützigen Verein in Bad Kreuznach: Netzwerk am Turm e.V. IBAN: DE58 5609 0000 0006 5347 16 BIC: GENODE51KRE (Volksbank RNH eG) Verwendungszweck: „Dar Assalam Libanon: Nothilfe Beirut“ Bei vollständig angegebener Adresse kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

Heute, 16.9.2020 um 20.30 Uhr mit Livechat und danach dauerhaft unter:

https://www.youtube.com/watch?v=ZhAG6HA7RnU

oder

https://www.facebook.com/friedensfragen/?modal=admin_todo_tour

Weitere Informationen zum „Haus des Friedens“ unter:

http://libanon-reise.com/

Weitere Informationen zum „Netzwerk am Turm e.V.“ unter:

http://www.netzwerk-am-turm.de/

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https://www.sueddeutsche.de/politik/nahost-vertrag-israel-bahrain-vae-kommentar-1.5032305

15. September 2020, 20:21 Uhr Naher Osten:

Frieden gibt es nicht zum Nulltarif

Israel als normaler Nachbar? Auch nach den Verträgen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain ist das nur möglich unter einer Bedingung: Es muss eine Verständigung mit den Palästinensern geben.

Kommentar von Peter Münch, Tel Aviv

(…)

Jenseits von Hype und Hoffnung ist zudem Vorsicht geboten, wenn man auf die Väter des Erfolgs schaut. Was sie zusammenschweißt, ist neben dem Wunsch nach guten Geschäften vor allem die gemeinsame Gegnerschaft zu Iran. Abgesehen davon verfolgen alle ihre Partikularinteressen, die manchmal weit vom historischen Anspruch entfernt sind. US-Präsident Trump will um jeden Preis einen diplomatischen Erfolg vorweisen können vor der Wahl am 3. November, weshalb die nun hastig verhandelten Abkommen noch nicht mehr sind als Absichtserklärungen. Und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nutzt die Gelegenheit, den aktuellen Prozess in eine neue Formel zu gießen, die nicht nur falsch ist, sondern auch gefährlich werden kann: "Frieden für Frieden" statt "Land für Frieden".

(…)

Trump ignoriert den Wunsch der Palästinenser nach einem eigenen Staat seit Langem, und Netanjahu weist triumphierend darauf hin, dass die Palästinenser ihr Vetorecht gegen Israels Beziehungen zu anderen arabischen Staaten verloren haben. Dennoch haben die Palästinenser keine andere Wahl, als den Weg zurück an den Verhandlungstisch zu suchen. Ihre Chance liegt darin, dass Israels neue Partner am Golf auf diese Gespräche Einfluss nehmen und wichtiger werden könnten als die sprunghaften Amerikaner und die machtlosen Europäer. Denn einen neuen Nahen Osten kann es erst geben, wenn Israel auch mit den Palästinensern Frieden geschlossen hat.

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Nach wie vor aktuell ist diese Mitmachaktion:

Pax Christi Rhein Main hat die nachfolgende Mitmachaktion gestartet zur Beendigung der unerträglichen Zustände auf den griechischen Inseln:

https://kein-weihnachten-in-moria.de/mitmachen

Lassen Sie uns gemeinsam dafür eintreten, dass die Menschen in den Flüchtlingslagern aus ihrer schrecklichen Lage befreit werden und »Kein Weihnachten in Moria« mehr verbringen müssen.

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Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.