Atomwaffen abschaffen - jetzt!

Kreuz-Mahnwache vor dem Haupttor zum Atomwaffenlager Büchel

Vom 25. August bis zum 30. August hält Rainer Schmid, Aalen, eine Mahnwache vor dem Haupttor des Atomwaffenlagers Büchel. Angeregt durch die Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe der Vereinigten Staaten von Amerika auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki hat sich Rainer Schmid entschlossen, dieses Zeichen zu setzen. So es Wetter und Gesundheit erlauben ist er von 8 Uhr bis 20 Uhr in dem genannten Zeitraum täglich dort anzutreffen und hält das Kreuz Jesu mit der Botschaft "Atomwaffen abschaffen - jetzt!" aufrecht. Er freut sich sicherlich über den einen oder anderen Besuch.

Mit dieser Form des Protestes wird die denkbar einachste Form des Widerstandes gegen die Atomwaffen wiederbelebt. Als Einzeläußerung bedarf sie keinerlei Anmeldung. Wer sich dem anschließen möchte stellt sich mit einigem Abstand - m. W. mindestens ein Meter - daneben, mit einem Plakat oder auch einem Kreuz.

Auf dem Fliegerhorst des Jagdbomber-Geschwaders 33 der Bundeswehr lagern die Vereinigten Staaten von Amerika Atombomben, die von deutschen Piloten ins Ziel geflogen werden sollen.

Von September an wird dort die NATO üben, wie Atombomben abgeworfen werden können. Sie straft damit den Reden der Politker und Diplomaten Lügen, die behaupten, die sogenannten taktischen Atomwaffen in Europa wären allein "politische Waffen".

Diese Übungen finden regelmäßg statt. Sie hatten in den letzten Jahren den Titel "Steadfast Noon". Die Kernzeit dieser Kriegsvorbereitung findet vom 20.-24. Oktober statt. Der jetzige Tarnname ist "Trident juncture". Atombomben abzuwerfen anlässlich der Ukrainekrise zu üben und dies gegenwärtig vorzubereiten ist m. E. ein Politikum.

Matthias-W. Engelke

Steyl, den 26. August 2015