Arbeitskreis Friedensauftrag und Militär

Der Arbeitskreis Friedensauftrag und Militär des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes macht es sich zur Aufgabe, den Friedensauftrag des Evangeliums in Gesellschaft und Kirche lebendig zu halten.

Er ist aus der Beobachtung entstanden, dass die Militärseelsorge der großen Kirchen ihre kritische Distanz zum Militär verloren hat. Statt Vertretern der Kirche im Militär zu sein und auch dort zur Umkehr aufzurufen, machen wir die Erfahrung, dass staatlich bezahlte Militärseelsorger die Armee in der Kirche vertreten.

Mitglieder des Versöhnungsbundes errichteten von 2003 bis 2016 ein unabhängiges Angebot zur Seelsorge für Soldaten. Seelsorger, die weder finanziell noch beruflich mit der Bundeswehr verbunden waren, standen bundesweit zur Seelsorge bereit. Ihr Angebot wandte sich besonders an Soldatinnen und Soldaten, die Zweifel haben, ob ihr Dienst als Ganzes oder in Teilbereichen noch mit ihrem Gewissen vereinbar ist.

Unser Kooperationspartner war das Military Counseling Network, das sich insbesondere als Anlaufstelle für US-amerikanische Soldatinnen und Soldaten versteht.

Gegenwärtig sind besonders die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) und Connection e. V. Ansprechpartner für Soldatinnen und Soldaten, die nach Möglichkeiten für die Kriegsdienstverweigerung, KdV, suchen.

Stellungnahmen unser Mitglieder zu Bundeswehr, Militärseelsorge und Frieden finden sich hier, die "Kasseler Erklärung" einen Offenen Brief katholischer und evangelischer ChristInnen an muslimische Gläubige und Religionsgelehrte hier.

Im Anhang finden Sie unsere Grundsätze und einen Beichtspiegel zur Erforschung des eigenen Gewissens.

Eine enge Zusammenarbeit besteht mit Militärseelsorge abschaffen, eine ökumenische Initiative gegen die Zusammenarbeit von Kirche und Militär, der Initiative gegen Militärmusik in Kirche sowie dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie.

Mit der Veröffentlichung des Militärdekans Hartwig von Schubert Pflugscharen und Schwerter. Plädoyer für eine realistische Friedensethik, Leipzig 2018, setzt sich die folgende Rezension auseinander.