Neue Macht-Neue Verantwortung: Co-Autor der Studie wurde Redenschreiber J. Gaucks - USA: 5 Milliarden $ in Ukraine investiert - L. Herden: Krimkrise

Di, 04/03/2014 - 09:19 - Clemens Ronnefeldt
Einer der Mitverfasser der Studie "Neue Macht - Neue Verantwortung"ist der ehemalige Leiter des Washingtoner Büros der Wochenzeitung "Die Zeit", Thomas Kleine-Brockhoff. Zu Beginn der Arbeit an der Studie,  Ende des Jahres 2012, war er noch Direktor des US-finanzierten German Marshall Fund, der zusammen mit der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) verantwortlich für die Studie zeichnet. Der German Marshall und ist eine US-amerikanische Stiftung zur Förderung der transatlantischen Beziehungen.
 
Am 19. August 2013, noch während des einjährigen Entstehungsprozesses der Studie, wechselte Thomas Kleine-Brockhoff aus Washington nach Berlin und wurde Chefberater und Redenschreiber von Bundespräsident Joachim Gauck.
 
 
Dies erklärt auch, warum Passagen der Studie "Neue Macht - Neue Verantwortung" mit Passagen der Rede Joachim Gaucks auf der Müncher Sicherheitskonferenz 2014 große Übereinstimmungen aufweisen.
 
Thomas Kleine-Brockhoff hat sich vielfach für ein starkes deutsch-amerikanisches Verhältnis ausgesprochen, u.a. in der Außenansicht der Süddeutschen Zeitung am 13.9.2009:
 
(...) "In Zeiten des Minimalismus lohnt sich die Selbstvergewisserung, was die Partnerschaft mit Amerika Deutschland weiterhin bringt: Sie schafft Sicherheit, wirkt wie ein Kraftverstärker für eigene Politik, macht Deutschlands außenpolitische Führungsrolle in Europa für andere akzeptabel und formt so den Kern für den globalen Führungsanspruch desWes tens. (...) Unter diesen vier Begründungen ist die Sicherheitspartnerschaft in der Nato weiterhin am wichtigsten. 
 
Ein Land, das so wenig wie Luxemburg - rund 1,3 Prozent des Bruttosozialprodukts - für die eigene Verteidigung ausgibt, wird eine militärische Allianz nicht geringschätzen. Amerika bleibt Deutschlands Lebensversicherung - gegen die Muskelspiele eines unter post-imperialen Schmerzen leidenden Russlands, gegen iranische Atomraketen, gegen Terroristen mit Massenvernichtungswaffen. Was Deutschland nicht alleine schafft, kann im Gespann mit Amerika besser gelingen." (...)
 
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US-DIPLOMATIN VICTORIA NULAND: 
USA HABEN MEHR ALS 5 MILLIARDEN US-DOLLAR IN UKRAINE INVESTIERT
 
Aktuell zeigt sich am Beispiel Ukraine, dass im Gespann mit den USA der Frieden in Europa in erheblichem Ausmaß bedroht ist. 
 
Am Vorhaben, die Ukraine aus dem russischen Machtbereich zu lösen und in die EU zu führen, hat die US-Regierung schon seit vielen Jahren gearbeitet.
 
Die für Europa und Eurasien zuständige Abteilungsleiterin des US-Außenministeriums Victoria Nuland hat am 13. Dezember 2013 in Washington vor der „U.S.-Ukraine Foundation“ berichtet, dass die US-Regierung seit 1991 mehr als fünf Milliarden US-Dollar für eine „wohlhabende und demokratische Ukraine“ investiert habe. Mit dieser Summe sollte die Voraussetzung geschaffen werden, die Ukraine an die EU anzugliedern.
 
Im englischen Original-Wortlaut:
 
"Since Ukraine’s independence in 1991, the United States has supported  Ukrainians as they build democratic skills and institutions, as they promote civic participation and good governance, all of which are preconditions for Ukraine to achieve its European aspirations. We’ve invested over $5 billion to assist Ukraine in these and other goals that will ensure a secure and prosperous and democratic Ukraine."
 
 
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Der unten verlinkte  Artikel von Lutz Herden von der Wochenzeitung "Der Freitag"  lässt einige  Hintergründe der aktuellen Krise in und um die Ukraine besser  verstehen: