Trauer um Maria Elisabeth Scharinger

Eine traurige Nachricht.

Gestern nachmittag starb Maria Elisabeth Scharinger in Minden.

Maria-Elisabeth Scharinger hatte 2002 über das Arbeitsamt zum ersten Mal vom Versöhnungsbund gehört und sich um die ausgeschrieben Stelle als Sekretärin beworben. Sie wurde zusammen mit Holger Klee zu einem harmonischen Team in der Geschäftsstelle, auf das zu jeder Zeit Verlass war. Der Tod von Holger Klee im Dezember 2012 war ein großer Einschnitt für sie, weil beide zehn Jahre intensiv und gut zusammen gearbeitet hatten.

Ihre offizielle Pensionierung vor sieben Jahren war für sie nicht das Ende ihres Engagements für den Versöhnungsbund, der für sie insgesamt sechzehn Jahre lang mehr als ein Arbeitgeber war.

Auf Honorarbasis half sie weiterhin bei der Vorbereitung der Jahrestagungen, übernahm die Einteilung der Zimmer und hatte als "gute Seele" am Empfang bis zur Jahrestagung im Jahr 2018 die Atmosphäre des wichtigsten Verbandsstreffens stark positiv mitgeprägt durch ihre Freundlichkeit und Herzlichkeit.

Sie arbeitete nicht nur gewissenhaft ihre Nachfolgerin Marion Fröhning auf der Sekretariatstelle ein, sondern war zuvor auch in der schwierigen Übergangszeit nach dem Tod von Holger Klee in der Lage, die Geschäftsstelle in Minden mit viel Talent und Kompetenz organistorisch weiter am Laufen zu halten.

Nach den Neubesetzungen der Geschäftsstelle mit Mirjam Mahler und Clemens Holz nach 2012 waren beide ihr dankbar, dass sie als langjährige Mitarbeiterin seit 2002 in der Geschäftstelle ihr Wissen auch ihrer neuen Kollegin und ihrem neuen Kollegen auf der Geschäftsführungsstelle weiter gab.

Noch wenige Tage vor ihrem Tod betonte sie, dass die Höhepunkte ihrer Arbeit immer wieder die Jahrestagungen waren , bei denen sie nahezu rund um die Uhr für alle 200 – 250 Teilnehmer*innen ansprechbar war - und nahezu alle Mitglieder - mit allen Bedürfnissen! - persönlich kannte. Diese persönlichen Verbindungen haben unsere Jahrestagungen über viele Jahre wesentlich bereichert.

Ihr jahrelanges schweres Krebsleiden nahm sie an und versuchte, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Dabei halfen ihr besonders die Mitglieder der örtlichen Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), bei dem sie sich als Protokollantin bis zuletzt engagierte und die sie weiterhin zu gesellschaftlichen Veranstaltungen abholten.

An den Treffen der Versöhnungsbund-Regionalgruppe, zu dem sie ihre Nachfolgerin Marion Fröhning immer wieder abholte, nahm sie gerne teil, zuletzt im Rollstuhl.

Noch eine Woche vor ihrem Tod konnte sie mit ihren beiden langjährigen Kollegen Uli Sonn und Clemens Ronnefeldt gemeinsam im Restaurant essen und sich von ihnen verabschieden.

Dieses dichte Netz von Menschen auch aus befreundeten Organisationen, in denen sie sich zum Teil jahrzehntelang engagiert hat, hat es ihr ermöglicht, mit Hilfe von Caritas und häuslicher Pflege bis wenige Tage vor ihrem Tod ihr Leben in ihrer eigenen Wohnung mit guter Lebensqualität zu verbringen, bevor sie die allerletzten Tage in einem Hospiz verbrachtet.

Maria Elisabeth Scharinger wurde 73 Jahre alt.

 

(Clemens Ronnefeld)

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