Suedd. Zeitung: "Nordkorea bietet Aussetzen der Atomtests an" / "Atomwaffen: Banken investieren Milliarden in Atomwaffen-Produzenten" / "Lehrer und Pflegekraefte sind wichtiger als Waffen"

Mi, 07/03/2018 - 20:57 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

zwischen Nord- und Südkorea sowie im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm zeichnet sich eine Deeskalation ab, die es seitens der EU zu unterstützen gilt.

http://www.sueddeutsche.de/politik/nordkorea-atomtests-gipfeltreffen-1.3894500

6. März 2018

Koreanische Annäherung

Nordkorea bietet Aussetzen der Atomtests an Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt soll ein Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea stattfinden, heißt es aus Südkorea. Das Regime in Pjöngjang zeigt sich demnach außerdem bereit, unbefristete Gespräche mit den USA über eine nukleare Abrüstung aufzunehmen. Die Atom- und Raketentests des Landes sollen in dieser Zeit des Dialogs ruhen. US-Präsident Trump spricht von einem "möglichen Fortschritt".

Nord- und Südkorea haben sich auf ein Gipfeltreffen im April verständigt. Das teilte die südkoreanische Regierung in Seoul mit. Das Treffen solle Ende des kommenden Monats im Grenzort Panmunjom stattfinden, sagte der südkoreanische Nationale Sicherheitsberater nach einem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. Es seien die ersten Spitzengespräche seit mehr als einem Jahrzehnt.

Zudem wurde seinen Angaben zufolge vereinbart, zwischen den Führungen der beiden seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten erstmals eine direkte Hotline einzurichten.

Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet, habe Nordkorea versprochen, gegen den Süden weder Atomwaffen noch konventionelle Waffen anzuwenden.

Wie Seoul außerdem mitteilte, ist Nordkorea außerdem bereit, auch mit den USA in zeitlich nicht begrenzte Gespräche über die Frage der nuklearen Abrüstung zu treten. Während dieser Phase des Dialogs wolle Pjöngjang seine Atom- und Raketentests aussetzen.

Nordkorea habe seine "Absicht für eine Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel" klar zum Ausdruck gebracht, hieß es weiter aus dem Büro von Südkoreas Präsident Moon Jae-in, wie unter anderem die Agentur Bloomberg berichtet. Das Land sehe demnach keinen Grund, Atomwaffen zu besitzen, wenn es keine militärische Bedrohung gebe und die Sicherheit des nordkoreanischen Staates garantiert sei.

Trumps Reaktion

US-Präsident Donald Trump reagierte verhalten positiv auf die Signale aus Nordkorea. Ein "möglicher Fortschritt" sei gemacht worden, teilte er über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zum ersten Mal in vielen Jahren würden von beteiligten Parteien ernsthafte Anstrengungen unternommen. Die Hoffnung könne trügerisch sein, doch: "Die USA sins bereit, hart in welche Richtung auch immer zu gehen!“

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Den nachfolgenden Artikel lädt geradezu ein, bei der jeweils eigenen Bank nachzufragen, wo sie ihre Gelder anlegt:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/atomwaffen-banken-investieren-milliarden-in-atomwaffen-produzenten-1.3894464

7. März 2018, 05:24 Uhr Atomwaffen

Banken investieren Milliarden in Atomwaffen-Produzenten

Finanzinstitute investieren immer mehr Geld in Firmen, die an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind.

Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie der Anti-Atom-Kampagne Ican, die für ihre Arbeit bereits den Friedensnobelpreis erhielt.

Auch deutsche Banken investieren demnach in diesen Bereich - und offenbar sogar mit dem Geld von Privatkunden. (…)

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Im Nachgang zur Internationalen Münchner Friedenskonferenz fasste die Süddeutsche Zeitung ein Gespräch mit mir folgendermaßen zusammen:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/pazifistische-alternative-zur-sicherheitskonferenz-lehrer-und-pflegekraefte-sind-wichtiger-als-waffen-1.3874213

Ich sprach von Lehrerinnen und Lehrern.

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.