Zivilgesellschaftliche Wachsamkeit - Sehen – Hören – Widersprechen: Jahrestagung 2012

Zivilgesellschaftliche Wachsamkeit - Sehen – Hören – Widersprechen, das war der Titel des Jahrestagung, die vom 17. – 20. Mai 2012 in Arendsee/Altmark stattfand.

Über 190 Teilnehmende, darunter auch viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, waren gekommen, um sich auf verschiedene Weise dem Thema anzu nähern.

Beim Fest

Ein Impulsreferat von Björn Rohde-Liebenau zu „Zivil, gesellschaftlich und achtsam: von der Verantwortung zu antworten“ und eine Podiumsdiskussion zur „Zivilgesellschaftlichen Wachsamkeit“ mit VertreterInnen verschiedener Initiativen bildeten den Auftakt für den weiteren Tag mit der Arbeit in verschiedenen Gruppen zu Themen wie Zivilklausel an Universitäten, investigativer und konfliktsensitiver Journalismus, Verantwortung zurückgewinnen anhand von Thoreau, Dresden nazifrei, UN-Konvention für Rechte von Menschen mit Behinderungen, Strafvollzug, Energie selber machen, Blokadeaktionen, Sehen-Hören-Tanzen, Konflikte gewaltfrei lösen.

Diesen ganz verschiedenen Themenbereichen ist gemeinsam, dass sie ein Engagement brauchen, das achtsam (Sehen und Hören) und widerständig (Widersprechen) ist, weil sonst lebenswichtige Bereiche vernachlässigt oder behindert werden.

Der Abend stand dann im Zeichen des Dankes des IVB an seinen Friedensreferenten Clemens Ronnefeld für 20 Jahre unermüdliches Engagement und der Vorbereitung auf die Fahrt nach Gorleben am nächsten 'Vormittag.

Da nahmen vor dem Erkundungsbergwerk etwa 120 Tagungsteilnehmer an der Aktion „Gorleben 365“ teil: Mit dieser Veranstaltung wurde das Eingangstor für den Vormittag blockiert. Dabei erfuhren die Teilnehmenden von anderen Besonderheiten: vom Gorleben-Gebet, das seit 1989 jeden Sonntag 14 Uhr abgehalten wird, und von den vielen Aktionen zu „Gorleben 365“, die bisher zum Wachhalten und Blockieren beigetragen haben.

Vor dem Tor, Copyright Benjamin Pütter

Die Jahrestagung wurde am Nachmittag des 19. Mai mit der Arbeit von 13 Diskussionsgruppen zu Themen wie z.B. "Afghanistan - Gibt es noch eine Chance für eine Friedenslösung?", "Achtsamkeit bezüglich des Umgang des Staates mit Flüchtlingen", "Militärfreie Bildung" oder "Netzpolitik"  fortgesetzt und endete mit einem Fest am Abend, das durch den Auftritt von Matteo Capreoli eröffnet wurde.

Zum Angebot der Tagung gehörte auch die Möglichkeit, den Tag mit Yoga und mit Andachten zu beginnen und die Woche mit einem Gottesdienst zu beenden, der allabendliche Ausklang mit Kindern, die regelmäßigen Treffen des Jugendforums oder der Büchertisch zu Frieden, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und Herrschaftslosigkeit.

Eingerahmt wurde die Jahrestagung von der Mitgliederversammlung des Internationalen Versöhnungsbundes, Deutscher Zweig, auf der Berichte zur laufenden Arbeit, Finanzfragen, Anträge beraten wurden und die Wahl eines neuen Vorstandes erfolgte.

Im Anhang finden sich die Thesen von Ullrich Hahn zur zivilgesellschaftlichen Wachsamkeit.

Des weiteren hat Dagmar Schulte einen Radio-Beitrag über die Jahrestagung erstellt. Hier kann er (ganz oder inTeilen) gehört oder heruntergeladen werden.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung findet sich im internen Mitgliederbereich.

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