Ein reines Gewissen? Amerikanische und britische Kriegsdienstverweigerer im 2.Weltkrieg

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Artikelnummer (SKU): 0006

Berichte amerikanischer und britischer Kriegsdienstverweigerer, die als überzeugte Pazifisten lieber ins Gefängnis gingen, als sich an diesem "guten Krieg" zu beteiligen.

Mit einer Übersicht über die damalige Situation der Kriegsdienstverweigerer in den USA und Großbritannien

Herausgegeben von Volker Grotefeld und dem Internationalen Versöhnungsbund - Deutscher Zweig

Minden 2004, 173 Seiten,  ISBN-Nr. 3-9804408-6-9

Aus dem Vorwort von Volker Grotefeld:

"Am 8. Mai 2005 jährt sich zum sechzigsten Mal das Ende des II. Weltkrieges in Europa, die Befreiung vom Nationalsozialismus. Dabei wird ... daran erinnert, dass der Sieg der Allierten notwendig war, um Deutschland, Europa und die Welt von Hitler zu befreien. Nur so konnte Ausschwitz befreit und der Holocaust angehalten werden. Erst in den letzten Jahren wird auch der Männer gedacht, die sich dem Dienst der Wehrmacht wiedersetzt und damit ihr Leben aufs Spiel gesetzt oder verloren haben. Hermann Stöhr, Franz Jägerstätter und Ludwig baumann sind nur einige Beispiele

In Deutschland ist bisher jedoch weitgehend unbekannt geblieben, dass auch in Großbritannien und den USA Männer den Kriegsdienst verweigerten, und zwar nicht, weil sie mit Hitlers Zielen sympathisiert hätten ..., sondern aus christlicher und/oder ethischer Überzeugung, die sie jeden Kriegsdienst ablehnen ließ. So haben in Großbritannien mehr als 64.000 Männer den Kriegsdienst verweigert. Viele von ihnen sind dafür ins Gefängnis gewandert. 10.836 konnten ein "Nicht-Kampf-Dienst" ableisten. In den USA, in denen es seit 1940 ein Kriegsdienstverweigerungsgesetz gab, hatten ebenfalls Tausende einen "Nicht-Kampf-Dienst gewählt, etwa 16.500 akzeptierten eine "Arbeit von nationaler Wichtigkeit". Da das Gesetz aber einige Schwächen hatte, die es für überzeugte Kriegsdienstverweigerer unakzeptabel machte, wurden bis zum Ende dies Krieges etwa 6000 von ihnen zu Gefängnisstrafen verurteilt - darunter auch 5 Mitarbeiter des Amerikanischen Versöhnungsbundes.

Sechzig Jahre nach Kriegsende wollen wir einige der Kriegsdienstverweigerer aus Großbritannien und den USA in Deutschland zu Wort kommen lassen und der Frage nachgehen, warum sie die Teilnahme an diesem "guten" Krieg verweigerten."

Die Beiträge stammen von Howard Zinn, David Dellinger, Larry Gara, George M. Houser und Lawrence Templin (alle USA) und P.Brock, N.Young und Felicity Goodall (alle Großbritannien).

Preis: 10,00€