Charlotte Kehne: Ohne Rüstung leben / 10 Jahre Bundestagsbeschluss Atomwaffenabzug / Defender 2020 stoppen / Greenpeace

Mi, 11/03/2020 - 18:42 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ sende ich nachfolgend eine Inhaltsangabe und den Link zu folgender Sendung:

Mittwoch, 11.3.2020 - 20.30 Uhr

Thema: Die Organisation „Ohne Rüstung Leben“ (ORL)

Gast: Charlotte Kehne, Referentin bei ORL

Im Jahre 1975 verabschiedete die Weltkirchenkonferenz in Nairobi den folgenden Aufruf: "Die Kirche sollte ihre Bereitschaft betonen, ohne den Schutz von Waffen zu leben, und bedeutsame Initiativen ergreifen, um auf eine wirksame Abrüstung zu drängen".

In Deutschland griffen die Initiator*innen von „Ohne Rüstung Leben“ 1977 und 1978 diesen Satz auf und sammelten in den nächsten Jahren tausende von Unterschriften hauptsächlich bei engagierten Christinnen und Christen unter die folgende Selbstverpflichtung:

"Ich bin bereit, ohne den Schutz militärischer Rüstung zu leben. Ich will in unserem Staat dafür eintreten, dass Frieden ohne Waffen politisch entwickelt wird.“

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich ORL für Gerechtigkeit und Frieden - aktuell in drei Bereichen, für die jeweils eine hauptamtliche Person zuständig ist: Waffenexporte stoppen, Atomwaffen abschaffen, Frieden entwickeln.

Die Sendung wird Grundlagentexte aus der UN-Charta und dem Grundgesetz zu den Themen Krieg und Frieden vorstellen.

Charlotte Kehne wird die aktuelle Rüstungssituation international und national beleuchten und darstellen, wie der Weg von der Produktion von Waffen in einem Rüstungskonzern über die Genehmigung bis hin zu den Empfängern verläuft.

Anhand von Grafiken werden die Trends der letzten Jahre im Bereich der Ausfuhrgenehmigungen von Rüstungsprodukten aller Art und speziell von Kleinwaffen vorgestellt.

Trotz einer angekündigten Verschärfung von Waffenausfuhren wurden 2019 Rüstungsgüter in Rekordhöhe aus Deutschland exportiert, auch an hochproblematische Empfängerländer, die Menschenrechte verletzen oder in Kriege verwickelt sind.

Charlotte Kehne setzt sich - unter anderem auch als kritische Aktionärin beim Gewehrhersteller Heckler und Koch - dafür ein, Waffenxporte grundsätzlich nicht mehr zu genehmigen.

Heute, 11.3.2020 um 20.30 Uhr mit Livechat und danach dauerhaft unter:

https://youtu.be/ORGQgy-CwQ4

oder:

https://www.facebook.com/friedensfragen/?modal=admin_todo_tour

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Weitere Informationen zu Ohne Rüstung Leben gibt es auf dieser Homepage:

https://www.ohne-ruestung-leben.de/aktuell.html

u.a. auch die folgende Mitmachmöglichkeit:

https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/atomwaffenabzug-10-jahre-bundestagsbeschluss.html

Aktionspostkarte an den Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble

Am 26. März 2010 beschloss der Deutsche Bundestag fraktionsübergreifend einen Antrag, in dem es heißt: "Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, sich ... mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen". Dieser Beschluss wurde bis heute nicht umgesetzt.

Stattdessen trägt die aktuelle Bundesregierung den Ersatz der in Büchel stationierten Atomwaffen durch moderne B61-12-Bomben mit. Außerdem will sie neue Trägerflugzeuge beschaffen, damit die deutsche Luftwaffe den Einsatz der Atombomben trainieren kann. Wir finden:

Wer eine Welt ohne Atomwaffen will, muss bereit sein, selbst auf sie zu verzichten.

75 Jahre nach Hiroshima und zehn Jahre nach dem

fraktionsübergreifenden Bundestagsbeschluss ist es Zeit für ein atomwaffenfreies Deutschland!

Machen Sie mit!

Bestellen Sie unsere kostenlosen Aktionspostkarten und

fordern Sie den Bundestagspräsidenten auf, sich dafür einzusetzen, dass

der Bundestagsbeschluss zum Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland endlich umgesetzt wird, die Bundesregierung einen konstruktiven Dialog mit der Zivilgesellschaft über Abrüstungsbemühungen sucht, Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt. ———

Wer lieber online unterzeichnen möchte, kann dies hier tun:

https://www.friedenskooperative.de/bundestagsbeschluss

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Am 9.3.2020 erhielt ich den nachfolgenden offenen Brief von Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel mit der Bitte um Weitergabe - was ich hiermit gerne tue.

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Kieler Gruppe der IPPNW (Int. Physicians for the Prevention of Nuclear War/Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung) Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel Kiel, den 10.3.2020 Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin – Psychoanalyse Schleswigerstr. 42 24113 Kiel

e-mail: klingenburg-vogel@web.de

Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Herrn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Frau Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Frau Präsidentin der EU Kommission, Dr. Ursula von der Leyen An die gesundheitspolitischen Sprecher der Parteien im Bundestag An die Gesundheitsminister der Länder An die Ärztekammern der Länder Herrn NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg nachrichtlich: u.a. an Kieler Nachrichten, SZ, FAZ, TAZ, Junge Welt, ARD, ZDF, Betr: Gefahren der massiven Verbreitung des Coronavirus unter den Soldat*innen des Manövers Defender 2020 Dringender Aufruf der Kieler Gruppe der IPPNW (Int. Physicians for the Prevention of Nuclear War/ Ärztinnen und Ärzte in sozialer Verantwortung)

Information der Kieler Gruppe der IPPNW vom 10.03.2020

STOP DEFENDER BEI CORONA!

Die Kieler Gruppe der IPPNW begrüßt die Aufforderung des Bundesgesundheitsministers, angesicht der aktuellen CORONA-Gefahr Massenveranstaltungen zur Verlangsamung der Virusausbreitung abzusagen.

Zur Zeit ziehen anläßlich der DEFENDER-Miltärübung über 37.000 Soldaten mehr als 4000 km kreuz und quer durch Europa und fördern damit bei uns die Ausbreitung der CORONA-Viren.

Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, diese völlig unnötige Übung zu stoppen, die nicht nur ökologisch eine Katastrophe ist, sondern jetzt uns auch noch alle duch eine Erhöhung des Ansteckungspotentials gefährdet. Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Gesundheitsminister, sehr geehrte Frau Verteidigungsministerin, sehr geehrte Frau Kommissionspräsidentin, sehr geehrter Herr Stoltenberg, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen in den Ländergesundheitsbehörden!

Als Ärzt*innen in sozialer Verantwortung erscheint es uns unverantwortlich, zum einen immer mehr Großveranstaltungen abzusagen, Schulen und Kita-Schließungen zu planen sowie von Reisen dringend abzuraten und gleichzeitig nichts zu unternehmen, dass 37 000 Soldat*innen quer durch Europa ziehen und unter Bedingungen am Großmanöver Defender 2020 teilnehmen werden, die einer massiven Ausbreitung des Coronavirus Vorschub leisten.

Dies halten wir für unverantwortlich gegenüber der gefährdeten Bevölkerung, aber auch gegenüber den Soldat*innen. Gerade gegenüber jenen Menschen, die aufgrund der berechtigten Maßnahmen zur Eindämmung bzw. Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus massive Einbußen wirtschaftlicher und persönlicher Art hinzunehmen haben, ist dies nicht vertretbar, noch weniger gegenüber jenen, die ernsthaft erkranken oder sogar sterben werden!

Ich hänge Ihnen einen link zu einer sehr bemerkenswerten, genauen Darstellung der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Epidemie und der zu erwartenden Engpässe an notwendigen Intensivpflegemöglichkeiten an:

https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Europa-planlos-4678285.html?utm_source=pocket-newtab

In der Hoffnung, dass Sie Ihre Verantwortung auch für diese unliebsame Massnahme wahrnehmen werden verbleibe ich

Hochachtungsvoll

M. Klingenburg-Vogel

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Ein Aufruf zum Stopp des Manövers Defender 2020 kann hier unterzeichnet werden:

https://www.antidef20.de/unterschriften/

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Greenpeace hat ein Friedensmanifest veröffentlicht, das ich zur Unterstützung empfehlen möchte:

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/greenpeace_friedensmanifest.pdf

Das Greenpeace FRIEDENSMANIFEST

Die Klimakrise gefährdet weltweit Frieden und Sicherheit.

Die Weltgemeinschaft steht an einem Scheideweg. Handelt sie entschlossen, gemeinsam und auf eine Weise, die die Rechte und Notlagen der besonders betroffenen Länder und Menschen des globalen Südens berücksichtigt? Oder verleitet das gegenseitige Misstrauen die Staaten zu Abschottung, Aufrüstung und Militarisierung?

Damit Frieden eine Chance hat, müssen wir uns kollektiv für Klimaschutz, Abrüstung und einen wirtschaftlichen Wandel einsetzen.

Eine friedliche und sichere Welt kann nur Wirklichkeit werden, wenn wir einander mit Liebe, Toleranz, Solidarität und Respekt begegnen und dem zersetzenden Gift von Rassismus, Sexismus und Nationalismus keinen Raum geben.

11 Thesen von Greenpeace Deutschland:

1. Frieden heißt Klimaschutz 2. Kollektives Handeln 3. Atomwaffen abschaffen 4. Waffenexporte stoppen 5. Eine neue Sicherheitspolitik 6. Kein Frieden ohne Klima-Gerechtigkeit und Schutz von Menschenrechten 7. Gegen die Festung Europa 8. Autonome Waffensysteme 9. Gezielte Tötungen stoppen 10. Für nachhaltige Wirtschaft und fairen Handel 11. Zivilgesellschaft stärken

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Hinweis von C. Ronnefeldt: Diese 11 Thesen sind im Manifest näher ausgeführt und erläutert.

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Hier kann dieses Manifest von jeder Person mitunterzeichnet werden:

https://act.greenpeace.de/friedensmanifest?utm_campaign=peace&utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_content=button2&utm_term=20200224-frieden

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Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.