Keine Werbung fürs Töten und Sterben

So, 09/09/2018 - 06:28 - Webmaster

Die Bundeswehr macht zurzeit wieder in großem Umfang Werbung für Ihren Dienst. Was sie dabei leider verschweigt ist, das dieser wesentlich auch die Bereitschaft zum Tören und Sterben umfasst.

Wer der Überzeugung ist, dass diese Information dem Betrachter nicht vorenthalten werden sollte, findet im Anhang Ergänzungen, die in Schrift und Größe genau auf die  Originalplakate der Bundeswehr abgestimmt sind.

Ausgedruckt auf weißes DIN A4-Papier  könnten sie mit etwas Tesafilm leicht die Aussagen wahrheitsgemaß vervollständigen.

 

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Nachtrag im Juni 2019

Inzwischen ist auch dem EKD Friedensbeauftragten die Werbung der Bundeswehr sauer aufgestoßen:

 

Brahms: Bundeswehr-Werbekampagne ist „empörend und völlig unangemessen“

 

 

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, hat die neueste Bundeswehr-Werbekampagne scharf kritisiert. „Ich finde es empörend und völlig unangemessen, mit einem Slogan ,Gas, Wasser, Schießen´ Handwerker für die Bundeswehr zu suchen“, betonte Brahms zu den Plakaten, die derzeit veröffentlicht werden.

 

Vielleicht wolle die Bundeswehr oder das Verteidigungsministerium mit einem solchen Slogan besonders witzig sein, er empfinde die Werbung aber als eher peinlich, macht der EKD-Friedensbeauftragte deutlich. „Das Wort Gas im Zusammenhang mit Schießen und Militär lässt wenig Fingerspitzengefühl und geschichtliches Bewusstsein bei den Verantwortlichen erkennen“, macht Renke Brahms deutlich. Es seien deutsche Soldaten gewesen, die im Ersten Weltkrieg erstmals Gas in einem Krieg eingesetzt hätten. Und in den Gaskammern der Konzentrationslager seien während des Zweiten Weltkrieges Millionen Menschen umgekommen. „Hier wäre eine andere Wortwahl mit Sicherheit angebrachter gewesen“, so der evangelische Theologe.

 

Renke Brahms forderte das Bundesverteidigungsministerium auf, die Werbekampagne zu stoppen. „Mit solchen unbedachten Slogans sorgt die Bundeswehr vielleicht für Aufsehen, aber sie tut sich damit ganz sicher keinen Gefallen. Dies wird zudem den vielfältigen, aber auch gefährlichen Anforderungen einer Tätigkeit bei der Bundeswehr nicht gerecht, denn der Beruf in der Bundeswehr ist wahrlich kein Handwerk, das mit anderen zu vergleichen ist“, betont der EKD-Friedensbeauftragte.