Der türkisch-kurdische Konflikt / Der Ruecktritt von Evo Morales und Deutschlands Interesse an Lithium fuer E-Autos

Di, 12/11/2019 - 21:36 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ sende ich nachfolgend eine Inhaltsangabe und den Link zu folgender Sendung:

Morgen, Mittwoch, 13.11.2019 - 20.30 Uhr:

Der türkisch-kurdische Konflikt (1)

Studiogast: Memo Sahin, Geschäftsführer des Dialogkreises „Krieg in der Türkei - die Zeit ist reif für eine politische Lösung“.

Im ersten Teil des Interviews mit Memo Sahin, Geschäftsführer des 1995 gegründeten Dialogkreises „Krieg in der Türkei - die Zeit ist reif für eine politische Lösung“ geht es zunächst um die Geschichte des osmanischen Reiches, das Sykes-Picot-Abkommen von 1916, mit dem der vordere Orient zwischen Briten und Franzosen aufgeteilt wurde - und wie die Kurden auf der Konferenz von 1923 in Lausanne mit ihrem eigenen Staatsprojekt leer ausgingen.

Das Interview wird einen Überblick geben, wo heute in der Türkei, im Irak, Iran und in Syrien Kurdinnen und Kurden leben.

Nach der Invasion der türkischen Armee in Syrien werden die Hintergründe der Politik des türkischen Präsidenten Erdogan diskutiert - und welche Auswirkungen der türkis Einmarsch für Rojava („Westen“, das kurdische Gebiet in Syrien) haben wird. Zur Sprache kommt auch, welche Folgen es haben wird, dass die beiden Präsidenten von Russland und Syrien, Putin und Assad, dem weiteren Vorgehen des türkischen Militärs Grenzen gesetzt haben.

Morgen, Mittwoch, 13.11., 20.30 mit Livechat und danach dauerhaft unter:

https://youtu.be/hDNcg4JCP5c

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Wer die mehrfach im Jahr erscheinenden „Nützlichen Nachrichten“ zum Thema Türkei - Kurdistan per e-mail erhalten möchte, kann diese bestellen bei der Adresse:

dialogkreis@t-online.de

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https://www.aufschrei-waffenhandel.de/neues/neuigkeiten/einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2613&cHash=b5a127e913a9ea3a76330b3077999d32

Die Unterschriftenaktion "Türkische Militäroffensive in Syrien stoppen!" der MACHT FRIEDEN-Kampagne wurde innerhalb von zwei Wochen von 5.843 Einzelpersonen unterzeichnet. Außerdem schlossen sich 65 Organisationen und Gruppen dem Appell an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages an. (…) ——————

Am 23.10.2019 erschien die folgende Veröffentlichung:

https://www.initiative-kurdistan.org/ Initiative für Frieden und Hoffnung in Kurdistan

Aufbauen statt zerstören | Zukunft für Menschen in ihrer Heimat | Fluchtursachen verringern

(…) Da die Regierungen der USA, Europas und die Nato offenbar jeden humanistischen Einfluss gegenüber der Türkei aufgegeben oder verloren haben, muss nun zumindest die durch die Russische Föderation ausgehandelte Waffenruhe eingehalten, eine entmilitarisierte, von Dschihadisten befreite Zone beiderseits der Grenze geschaffen und ihr völkerrechtswidriges Verhalten zivilgesellschaftlich sanktioniert werden.

Darüberhinaus bitten wir um aktive Solidarität mit der Demokratie- und Menschenrechtsbewegung Kurdistans, d.h dem Schutz vor Gewaltakten jeglicher Art an Kurdinnen und Kurden auch hier und rufen zur finanziellen Unterstützung Kriegsverletzter -versehrter und -vertriebener in NordOstSyrien auf.

Sowohl die Hilfsorganisation Kurdischer Roter Halbmond - vergleichbar mit dem DRK - als auch medico international haben Spendenkonten eingerichtet. (…)

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Im Libanon und Irak sind derzeit zwei Staaten von sozialen

Unruhen erfasst, die 2011 im Zuge der Arabellion nicht erfasst wurden.

In Lateinamerika gibt es derzeit soziale Unruhen in einer ganzen Reihe von Staaten - vor allem in Bolivien, Chile, Ecuador und Venezuela.

Am Beispiel Bolivien zeigt sich, wie der Rücktritt des dortigen Präsidenten Evo Morales in Zusammenhang steht mit Wirtschaftsinteressen Deutschlands und dem Thema Elektromobilität.

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https://www.welt.de/wirtschaft/article167189184/Ein-See-in-Bolivien-entscheidet-ueber-Deutschlands-Zukunft.html Ein See in Bolivien entscheidet über Deutschlands Zukunft

Veröffentlicht am 31.07.2017 |

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https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/lithium-projekt-in-bolivien-geplatzt-bundesregierung-irritiert-a-1295249.html

Joint Venture in Bolivien

Bundesregierung irritiert über Absage von Lithium-Projekt

Erstmals sollte ein deutsches Unternehmen direkten Zugang zum wichtigen Rohstoff

Lithium bekommen, doch Bolivien ließ das Joint Venture platzen.

Die Bundesregierung kann das nicht nachvollziehen.

Mittwoch, 06.11.2019 20:15 Uhr

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Unverständnis über die Annullierung eines deutsch-bolivianischen Joint Ventures zur Lithiumgewinnung geäußert. Zuvor hatte ein bolivianischer Politiker gesagt, die Regierung habe das Projekt zwischen der Firma ACI Systems Alemania (ACISA) aus Baden-Württemberg und dem bolivianischen Staatsunternehmen YLB für beendet erklärt.

ACISA-Chef Wolfgang Schmutz hatte Altmaier im SPIEGEL um Hilfe gebeten. "Wir geben dieses Projekt nicht einfach auf", sagte Schmutz. "Jetzt werden Lösungen gesucht und gefunden. Dazu brauchen wir auch die Unterstützung der Politik.“

85 Prozent des Lithiums sollten nach Deutschland gehen

Lithium wird unter anderem zur Produktion von Batterien für Elektroautos benötigt und ist vor allem für die Automobilindustrie von wachsender Bedeutung. Das im vergangenen Dezember in Berlin vereinbarte Joint Venture zielte darauf ab, den Rohstoff aus dem Salzsee Uyuni in Bolivien zu gewinnen. Dort werden die weltweit größten Lithiumvorkommen vermutet.

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https://www.deutschlandfunkkultur.de/lithium-in-bolivien-die-gier-nach-dem-weissen-gold.979.de.html?dram:article_id=461078

Weltzeit | Beitrag vom 16.10.2019

Lithium in Bolivien

Die Gier nach dem weißen Gold

Von Karl-Ludolf Hübener

Für Akkus von Smartphones und Elektroautos braucht die Welt Lithium. Große Mengen davon lagern in Bolivien. Der Profit mit dem Rohstoff soll nicht im Ausland landen, verspricht Präsident Evo Morales – der am Sonntag wiedergewählt werden will. (…)

Der größte Salzsee der Welt liegt im Südwesten Boliviens, auf 3650 Metern Höhe. Bislang vor allem als touristische Attraktion bekannt. Unter der dicken Salzkruste verbirgt sich ein gigantischer Schatz, von den umliegenden Vulkanen vor vielen Jahren mit Schlamm und Wasser herunter geschwemmt und in den Tiefen des Salzsees gelagert: Lithium – ein begehrter Rohstoff, auch das „weiße Gold“ genannt.

Er wird gebraucht für Akkus von Laptops, Tablets und Smartphones, für Stromspeicher von Solarsystemen. Vor allem aber für Elektroautos.

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Damit das Lithium für die Menschen in Bolivien nicht zum Albtraum wird, braucht es eine kritische Öffentlichkeit - die sich mit Leserbriefen und Anrufen bei Redaktionen einmischt.

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.