Transparenz-TV-Sendung heute: "Es gibt Alternativen zum Krieg" mit Dr. Christine Schweitzer / Vermittlung von Japan und Deutschland im USA-Iran-Konflikt / 1.6. : Aktionstag gegen Atom-Waffen

Mi, 29/05/2019 - 21:52 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

im Rahmen von Transparenz TV und der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ sende ich nachfolgend eine Inhaltsangabe und den Link zu folgender Sendung:

Mittwoch, 29. Mai 2019, 20.30 Uhr:

"Es gibt Alternativen zum Krieg" - mit Dr. Christine Schweitzer (BSV)

1988 wurde der Bund für soziale Verteidiung (BSV) gegründet, ein Bündnis, dem heute mehr als 40 Friedensorgansationen und mehr als 350 Einzelmitglieder angehören. Dr. Christine Schweitzer war Mitbegründerin des BSV und ist aktuell dessen Geschäftsführerin. Anhand von Bildern wird sie Meilensteine der Arbeit vorstellen.

Dazu gehören der Gründungskongresses mit mehr als 1000 Personen, ein Streitschlichterkongresse 2009, Kampagnen an Schulen gegen Mobbing oder auch direkte gewaltfreie Aktionen. Der BSV beteiligt sich u.a. an Kampagnen wie z.B. „Kein Werben für Sterben“ vor Ständen der Bundeswehr, ebenso bei „Krieg beginnt hier“.

Dr. Christine Schweitzer, die ihre Promotion in England über den Jugoslawienkrieg geschrieben hat, schreibt als Friedensforscherin immer wieder Konflikt-Analysen mit Vorschlägen zur zivilen Konfliktbearbeitung, die aufzeigen: Es gibt Alternativen zum Krieg .

Die dauerhafte Sendung nach heute, 22.00 Uhr: https://youtu.be/Q4_o1j1F02U

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Im Konflikt USA-Iran vermittelt derzeit der japanische Ministerpräsident; auch die Bundesregierung bemüht sich um eine Deeskalation:

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.konflikt-usa-iran-teheran-sieht-japanische-vermittlung-als-wendepunkt.31c0a409-0855-428e-8899-1a0eafeb26ac.html Konflikt USA-Iran

Teheran sieht japanische Vermittlung als "Wendepunkt"

Von dpa 28. Mai 2019 - 13:32 Uhr

In den vergangenen Monaten haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zugespitzt. Nun könnte ein Vermittlungsversuch des japanischen Ministerpräsidenten Bewegung in den Konflikt bringen.

Teheran (dpa) – Der Iran hat positiv auf das Vermittlungsangebot Japans im Konflikt mit den USA reagiert. Der iranische Außenamtssprecher Abbas Mussawi bezeichnete einen geplanten Besuch des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe als einen "Wendepunkt".

Seinen Angaben zufolge will Abe im Juni in Teheran mit Präsident Hassan Ruhani sprechen. Das genaue Datum der Reise stehe aber noch nicht fest, sagte Mussawi am Dienstag nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Vor dem Hintergrund der Spannungen mit Saudi-Arabien bot der Iran zudem an, einen Nichtangriffspakt mit allen Golfstaaten zu unterzeichnen. (…)

Zum Vorschlag eines Nichtangriffspakts mit den anderen Golfstaaten sagte Mussawi: "Wir wollen keine Spannungen in der Region, und der Pakt wäre ein Zeichen unseres guten Willens." Mit dem Pakt will der Iran besonders die Differenzen und Spannungen mit den Golfstaaten Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain ausräumen. Alle drei Staaten haben seit 2016 ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen und betrachten den Gottesstaat als ihren Erzfeind.

Saudi-Arabiens König Salman hat für Donnerstag unter anderem die Führer der Mitglieder des Golf-Kooperationsrates (GCC) und der Arabischen Liga zu einem Gipfeltreffen zum Iran-Konflikt eingeladen. Es soll über die "Aggressionen und ihre Auswirkungen auf die Region" diskutiert werden. (…)

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https://www.welt.de/newsticker/news2/article194000247/Diplomatie-SZ-Deutschland-bemueht-sich-um-Vermittlung-in-Iran-Konflikt.html "SZ": Deutschland bemüht sich um Vermittlung in Iran-Konflikt

Stand: 23.05.2019

Deutscher Vertreter am Donnerstag in Teheran

Angesichts der Spannungen zwischen den USA und dem Iran bemüht sich die Bundesregierung laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) um Vermittlung. Der Politische Direktor im Auswärtigen Amt, Jens Plötner, werde am Donnerstag Teheran besuchen, berichtete die Zeitung. Unter anderem solle er mit Vizeaußenminister Abbas Araktschi zusammentreffen, einem der Verhandler des 2015 geschlossenen Atomabkommens.

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In vielen Städten gibt es am 1. Juni 2019 einen Aktionstag gegen Atomwaffen - dem eine rege Beteiligung zu wünschen ist, weshalb ich den folgenden Aufruf unterstütze:

====================== IPPNW PRESSEMITTEILUNG ======================

---------------------------------------------------------------------------- NACH KÜNDIGUNG DES INF-VERTRAGS:

AKTIONSTAG GEGEN ATOMWAFFEN AM 1. JUNI 2019 ----------------------------------------------------------------------------

Aktionen in: Aachen, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Fürth, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Leipzig und München. Alle Informationen gibt es auf der Aktionswebsite: www.inf-vertrag-retten.de (Link: http://www.inf-vertrag-retten.de )

Anfang Februar hat US-Präsident Donald Trump den INF-Vertrag, der den USA und Russland den Besitz atomarer Mittelstreckenwaffen verbietet, gekündigt. Wladimir Putin ist daraufhin ebenfalls aus dem Vertrag ausgestiegen. Im August läuft der Vertrag voraussichtlich endgültig aus.

Die „Deutsche Friedensgesellschaft“ (DFG-VK), die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und die Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt!“ haben nach der Kündigung zu einem bundesweiten, dezentralen Aktionstag am 1. Juni 2019 aufgerufen.

Nun stehen die an dem Tag stattfindenden Aktionen fest:

Aachen Holzgraben, 10.00 - 14.00 Uhr, Aktionsstand - Veranstalter: DFG-VK Aachen

Berlin Brandenburger Tor, 11.55 Uhr, Fotoaktion mit Trump, Putin und Merkel – Ansprechpartner: ICAN (felix@ican.berlin)

Bonn Mahnwache "Reden statt Rüsten – Abrüstung schafft Sicherheit!", mit Lecture zum INF-Vertrag, Fotoaktion und Abrüstungsfrühstück, 11-12 Uhr, vor dem Russischen Konsulat Bonn, Waldstr. 42 – Ansprechpartner: Netzwerk Friedenskooperative (friekoop@friedenskooperative.de)

Düsseldorf US-Konsulat (Willi-Becker-Allee 10 (Bertha von Suttner Platz), 40227 Düsseldorf) – Ansprechpartner: DFG-VK NRW (nrw@dfg-vk.de);

11 Uhr // Mahnwache mit Aktion US-Konsulat Bertha v. Suttner-Platz (hinter Hbf) 11:30 Uhr // Demo über die Ellerstraße zum Oberbilker Markt 12:00 Uhr // Abschlusskundgebung

Frankfurt am Main US-Konsulat (Gießener Str. 30, 60435 Frankfurt am Main) und russisches Konsulat (Eschenheimer Anlage 33/34, 60318 Frankfurt am Main) – Ansprechpartner: ICAN Marburg (marburg@icanw.de); Genauer Ablauf:

8.30 Uhr (pünktlich!) // Aktion vor dem US-Konsulat in Frankfurt (Gießener Str. 30), 10 Uhr // Aktion vor dem russischen Konsulat in Frankfurt (Eschenheimer Anlage 33) 11 Uhr // Aktion und Infostand an der Hauptwache, auf der Zeil an der David-Skulptur zwischen Karstadt und RMV-Info-Pavillon

Fürth Am Kohlenmarkt, 11.00 - 13.00 Uhr, Aktiosstand - Veranstalter: Fürther FriedensForum

Hamburg Aktion vor dem Rathaus, 12.00 - 16.00 Uhr - Ansprechpartner: DFG-VK Hamburg hamburg@dfg-vk.de

Hannover Aktion auf dem Platz der Weltausstellung, 11.00 – 14.00 Uhr, Aktion: Atomwaffen-Zersägen - Ansprechpartner: friedensbuero@frieden-hannover.de

Heidelberg Vor der Heiliggeistkirche, 12.00 - 14.00 Uhr -, Aktion: Atomwaffen-Zersägen: Veranstalter: Werkstatt für Gewaltfreie Aktion

Leipzig Marktplatz, 14.00 - 17.00 Uhr, Aktionen: Atomwaffen-Zersägen und Atomares-Armdrücken – Ansprechpartner: schleip@dfg-vk.de

München Menschenkette vom US-Konsulat (Königinstraße 5, 80539 München) zum russischen Konsulat (Maria-Theresia-Straße 17, 81675 München) – Ansprechpartner: DFG-VK Bayern/München (muenchen@dfg-vk.de); Treffen ab 10:00 Uhr auf der Freifläche vor dem Prinz-Carl-Palais, gegenüber US- Konsulat, Start der Menschenkette in Richtung des russischen Konsulats ab 11 Uhr;

Wir laden herzlich zur Teilnahme ein!

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.