Transparenzt-TV Sicherheitspolitk neu denken, Ostermarschanzeige

Mi, 27/03/2019 - 21:52 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

heute, MITTWOCH, 27. März 2019, um 20:30 Uhr,

geht es im Rahmen der Sendereihe „Friedensfragen mit C. Ronnefeldt“ um die Vorstellung der Studie: "Sicherheitspolitk neu denken“ (2. Teil).

Der zweite Teil des Interviews mit Stefan Maaß wird sich um die konkreten Inhalt der Studie drehen: Wie kann auf aktuellen Bedrohungen und Gefahren wie transnationaler Terrorismus, zwischenstaatliche Konflikte, weltweite Aufrüstung - auch in Europa -, Herausforderungen aus dem Cyber- und Informationsraum, Klimawandel, Erosion der UNO oder die Glaubwürdigkeitskrise westlicher Demokratien gewaltfrei geantwortet werden?

In einem Positiviszenario, einem Trendszenario sowie einem Negativszenario untersucht die Studie jeweils bis zum Jahr 2040, welche Entwicklungen zu erwarten sind.

Damit das Positivszenario Realität wird, sieht die Studie fünf Säulen als wichtig an: Eine nachhaltige EU-Nachbarschaft, eine internationale Sicherheitsarchitektur, resiliente Demokratien sowie eine Konversion der Bundeswehr.

Das Interview endet mit der Vorstellung der Mobilisierung- und Informationskampagne der Studie und der Bildung einer Koordinierungsgruppe, die den Wirkungsprozess der Studie begleiten wird.

Heute um 20.30 Uhr im Stream mit Chat: https://youtu.be/0L5CS9PwZ_I

Ab morgen dauerhaft unter: https://youtu.be/B-u2MQ2AhIk

Die Kurzfassung der Studie „Sicherheit neu denken“ kann hier kostenlos heruntergeladen werden:

https://www.kirche-des-friedens.de/html/content/szenario_sicherheit_neu_denken.html

Das Buch (Langfassung) von 160 Seiten kostet 9.95 Euro und ist hier bestellbar:

https://www.kirche-des-friedens.de/html/content/buecher.html

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Am 24.3.2019 wurde des Beginns des Kosovo-Jugoslawienkrieges vor 20 Jahren gedacht.

Vier Tage zuvor, am 20.3.2019, berichtete „Der Spiegel“:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/radovan-karadzic-ein-leben-hinter-gittern-fuer-den-schlaechter-des-balkan-a-1258868.html Urteil gegen Radovan Karadzic

Ein Leben hinter Gittern für den "Schlächter des Balkans“

Radovan Karadzic wird den Rest seiner Tage in Haft verbringen.

Im Gerichtssaal applaudieren Zuschauer.

Doch in Ex-Jugoslawien werden Kriegsverbrecher wie er noch

immer verharmlost - oder verherrlicht.

(…)

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Was „Der Spiegel“ in diesem Artikel nicht beleuchtet, ist die Mitverantwortung mehrerer damaliger europäischer Regierungen beim Massaker von Srebrenica im Juli 1995 sowie die deutsche Mitverantwortung an der Eskalation in Jugoslawien ab 1991 insbesondere durch die vorzeitige Anerkennung von Kroatien und Slowenien.

Im Versöhnungsbund-Rundbrief 2/1996 dokumentierte unser Verband vier Briefe:

1. Das Schreiben von Lord Peter Carrington, von 1991 bis 1992 Verhandlungsführer der Europäischen Gemeinschaft für eine Friedenskonferenz auf dem Balkan, an Hans van den Broek, den damaligen Außenminister der Niederlande, vom 2. Dezember 1991.

2. Den Brief des damaligen UN-Generalsekretärs Javier Pérez de Cuéllar an Hans van den Broek vom 10. Dezember 1991.

3. Den Brief des damaligen deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher an den damaligen UN-Generalsekretärs Javier Pérez de Cuéllar vom 13. Dezember 1991.

4. Den Antwortbrief von UN-Generalsekretärs Javier Pérez de Cuéllar an Außenministers Hans-Dietrich Genscher vom 14. Dezember 1991.

In der gleichen Ausgabe 2/1996 schrieb ich einen Hintergrundbeitrag zur deutschen Anerkennungspolitik.

Im Versöhnungsbund-Rundbrief 2/1997 ließ ich Horst Grabert, ehemaliger deutscher Botschafter in Belgrad, der vor der Anerkennung gewarnt hatte, zu Wort kommen.

Dass Hans-Dietrich Genscher damals mitten in der Legislaturperiode als Außenminister zurücktrat, hatte mit großer Wahrscheinlichkeit mit der von Bundeskanzler Helmut Kohl und ihm forcierten Anerkennungspolitik zu tun, die in die Eskalation führte und sich als verheerend in ihren Folgen herausstellte.

Die Briefdokumentationen sowie meine beiden Artikel finden sich hier:

https://www.versoehnungsbund.de/cr-anerkennungen

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Wer zu den diesjährigen Ostermärschen mit aufrufen möchte, kann dies z.B. durch die Beteiligung an einer Zeitungsanzeige tun:

https://www.friedenskooperative.de/zeitungsanzeige-ostermarsch-2019

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.