Morgen abend: 20.30: TV-Interview mit PD Dr. J. Becker: DIE GELBWESTEN & PRAESIDENT MACRON / Aufruf „Rettet das Friedensprojekt Europa“

Di, 19/02/2019 - 16:04 - Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

im Rahmen der Sendereihe „Friedensfragen mit Clemens Ronnefeldt“ ist mein Gast der morgigen Sendung der Friedens- und Konfliktforscher Privatdozent Dr.  Johannes Becker zum Thema:

DIE GELBWESTEN & PRÄSIDENT MACRON

Woher kommt der Unfrieden in Frankreich? (1.Teil)

MITTWOCH, 20. Februar 2019, 20:30 Uhr

Es begann mit einem Video über die französische Steuerpolitik und die Erhöhung der Dieselsteuer. Und dann sahen unsere Nachbarn „gelb“ – sahen die „Gilet Jaune“.

Der profunde Frankreich-Kenner Prof. Johannes Becker erklärt, was die Auslöser für die Bewegung der „Gelbwesten" gewesen sind und welche Ursachen und Hintergründe es gibt.

Johannes Becker wird über seine persönlichen Verbindungen zu Frankreich sprechen, wird erläutern, wie sich die aktuelleParteien- landschaft in Frankreich zusammen setzt und warum die Bewegung auch nach drei Monaten noch einen solchen Zulauf hat.

Mit Live-chat Mittwochabend: https://youtu.be/xa_m3LjMyAQ

Ab Donnerstagmorgen unter: https://youtu.be/EEfSOYj9KuY ——

Der 2. Teil des Interviews wird am 27.2. ebenfalls um 20.30 Uhr online gestellt.

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Bei der Münchner Friedenskonferenz war der französische Präsident E. Macron zunächst erwartet worden, sagte dann aber seine Teilnahme ab, weshalb die Rede von Bundeskanzlerin A. Merkel gegenüber dem US-Vizepräsidenten M. Pence ein noch stärkeres (deutsches) Gewicht bekam.

Frankreich und Deutschland gelten noch immer als „Motor“ der EU. Beide Regierungen setzen derzeit auf gemeinsame Rüstungsprojekte und eine Militarisiserung der EU.

Vor diesem Hintergrund ist der nachfolgende Aufruf entstanden, der von 74 Organisationen mitgetragen wird.

Im Vorfeld der Erarbeitung dieses Aufrufes „Rettet das Friedensprojekt Europa“ gab es einige Stimmen, die kritisch nachfragten, ob denn Europa angesichts von Frontex, den Toten im Mittelmeer sowie der EU-Wirtschaftspolitik überhaupt noch als „Friedensprojekt“ bezeichnet werden kann.

Unabhängig von der Beantwortung dieser Frage halte ich die nachfolgenden Forderungen an das EU-Parlament im Vorfeld der Europawahl am 26. Mai 2019 für wichtig und unterstützungswert und empfehle die Aktion zum Mitmachen:

https://www.ohne-ruestung-leben.de/mitmachen/aufruf-rettet-das-friedensprojekt-europa.html

Aufruf Rettet das Friedensprojekt Europa

Die Europäische Einigung brachte nach dem Zweiten Weltkrieg Versöhnung zwischen Feinden. Damit wurde die Europäische Union weltweit zum Friedensprojekt mit Vorbildcharakter. Heute brauchen wir dringender denn je eine Europäische Union, die für Frieden und Menschenrechte eintritt – zu Hause und jenseits ihrer Grenzen.

Doch ab 2021 sind Milliardeninvestitionen für die europäische Rüstungsindustrie, gemeinsame Militäreinsätze und noch mehr Grenzsicherung geplant. Die Förderung von Frieden und Menschenrechten droht der Abwehr von Migration und Flucht zum Opfer zu fallen.

Wir sind überzeugt, dass die Europäische Union die Herzen ihrer Bürgerinnen und Bürger nur als Friedensprojekt und nicht als Militärmacht gewinnen wird. Deshalb fordern wir eine Europäische Union, die bedingungslos für Frieden und Menschenrechte eintritt.

Unsere Forderungen an das neue Europäische Parlament:

• Setzen Sie sich dafür ein, dass die Europäische Union am Friedensprojekt Europa festhält und nicht zur Militärmacht wird.

• Lassen Sie nicht zu, dass die Europäische Union zur Abwehr von Flüchtenden und Migration Staaten aufrüstet, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen.

• Stärken Sie die Mittel der Europäischen Union zur Förderung der gewaltfreien Konfliktbearbeitung und der Menschenrechte.

Machen Sie mit! Unterzeichnen Sie den Aufruf "Rettet das Friedensprojekt Europa!" und sammeln Sie mit unserem kostenlosen Aktionsmaterial bis zum 26. Mai 2019 weitere Unterschriften!

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.