Sanktionen gegen Iran - Trump eroeffnet zweite Front gegen Europa

Liebe Friedensinteressierte,

immer deutlicher werden die wirtschaftlichen Hintergründe der Entscheidung von US-Präsident Trump zum Ausstieg aus dem Iran-Abkommen.

Schon gegenüber Russland setzte die Regierung in Washington Sanktionen durch, die - offenbar als willkommener Kollateralnutzen - die europäische Wirtschaft treffen sollten.

Die „America first“-Politik der USA setzt immer deutlicher Sanktionen gegenüber missliebigen Staaten zur eigenen Wirtschaftsförderung durch.

Spätestens seit gestern spitzt sich ein Handelskrieg zwischen EU und USA, aber auch zwischen China und USA zu - wie die nachfolgenden Artikel zeigen - und wo derzeit sich nicht abzeichnet, wer für Deeskalation sorgen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Ronnefeldt

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https://www.tagesschau.de/ausland/polen-usa-nord-stream-101.html (…)

USA wollen ihrerseits Flüssiggas liefern

Die USA drängen ihre Verbündeten und Partner in Europa seit Jahren, ihre Abhängigkeit von russischem Erdgas zu verringern. Die Vereinigten Staaten dürften dabei nicht ganz uneigennützig agieren: Sie wollen ihrerseits die eigenen Flüssiggas-Exporte in die Länder Mittel- und Osteuropas ausbauen. Im Juni 2017 hatte Polen die erste Lieferung aus den USA enthalten. (…)

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iran-sanktionen-trump-steigert-gefahr-von-eu-usa-handelskrieg-a-1207015.html

Mittwoch, 09.05.2018 15:55 Uhr

Sanktionen gegen Iran

Trump eröffnet zweite Front gegen Europa

Erst der Streit um Strafzölle, jetzt Trumps Rückzug aus dem Iran-Atomabkommen:

Die Beziehungen der USA zur EU verschlechtern sich zusehends. Es droht ein gefährlicher Handelskrieg. Richard Grenell verliert keine Zeit. Vor kaum zwei Wochen wurde der Diplomat zum neuen US-Botschafter in Deutschland ernannt, und gleich an seinem ersten Arbeitstag teilte er seinem Gastland im Kommandoton mit, was zu tun sei: "Deutsche Unternehmen, die im Iran Geschäfte machen, sollten ihre Tätigkeit sofort herunterfahren", twitterte Grenell am Dienstag.

Nur Minuten zuvor hatte Präsident Donald Trump den Rückzug der USA aus dem Iran-Atomabkommen sowie neue Sanktionen gegen das Land angekündigt - und Grenells Tweet lässt befürchten, dass das ohnehin lädierte Verhältnis zwischen USA und EU weiteren Schaden nimmt. Denn die Europäer machen derzeit keine Anstalten, den Wünschen Trumps oder Grenells zu folgen. (…)

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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/us-botschafter-richard-grenell-kritik-in-berlin-an-tweet-zum-iran-a-1206960.html

Mittwoch, 09.05.2018 13:49 Uhr Deutsche Kritik an US-Botschafter Grenell

"Partnerschaft und Kasernenhof-Ton schließen sich aus"

Erster Tag im Amt, gleich die Gastgeber düpiert: Der neue US-Botschafter in Berlin erntet harsche Kritik für seine Aufforderung an hiesige Unternehmer, sich sofort aus Iran zurückzuziehen.

Beobachtern zufolge verheißt dieser Start nichts Gutes. (…)

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/iran-wie-wichtig-ist-der-handel-zwischen-der-eu-und-iran-a-1207017.html

Mittwoch, 09.05.2018 16:05 Uhr Sanktionen

Wie wichtig ist der Iran-Handel wirklich für Europa?

Die deutsche Wirtschaft läuft Sturm gegen Washingtons Forderung, ihr Iran-Geschäft abzuwickeln. Ein Überblick über die Handelsbeziehungen mit Teheran in Grafiken.

(…) Der Handel zwischen Iran und der EU ist in den vergangenen Jahren zwar deutlich gewachsen. Zahlreiche europäische Firmen wollen von der Erschließung des Marktes mit 80 Millionen, meist jungen, Einwohnern profitieren. (…)

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.