Internationales Fasten gegen Atomwaffen

Vom 30. Juli bis zum 9. August findet in diesem Jahr das 7. öffentliche internationale Fasten für eine atomwaffenfreie Welt statt. Besonders in der Zeit zwischen 6. und 9. August - den Gedenktagen an die Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki durch Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika 1945 - fasten weltweit viele Menschen.

Diese Fastenaktion ist in Deutschland Teil der Kampagne "Büchel ist überall. atomwaffenfrei. jetzt", wesentlich mitgetragen von Mitgliedern des Internationalten Versöhnungbundes. Sie steht im Zusammenhang mit der Kampagne "20 Wochen gegen 20 Atombomben".

In diesem Jahr beginnt im unmittelbaren Vorfeld am 25. Juli in Berlin ein internationales Workcamp in Trägerschaft des Internationalen Versöhnungsbundes/deutscher Zweig und der Pressehütte Mutlangen.

Es werden Gespräche geführt mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung und Botschaften von atomwaffenführenden oder -besitzenden Staaten, es finden Mahnwachen, Straßentheater und Andachten statt. Zum vorläufigen Programm s. Anhang.

Seit dem ich zum ersten Mal zu dieser öffentlichen Fastenaktion für eine atomwaffenfreie Welt und den Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staataen von Amerika aus BÜchel in der Südeifel eingeladen habe, kündigte ich an, solange die Atomwaffe noch in Deutschland lagern und die nukleare Teilhabe aufrecht erhalten wird, jedes Jahr - so Gott will und ich lebe - einen Tag länger zu fasten indem ich einen Tag früher anfange; das ist in diesem Jahr der 30. Juli, abends mit der Andacht und Gedenkfeier am 30. Juli um 20.15 Uhr in Belrin-Dahlem, evangelische Christus-Kirche. Ab 5.8. um 20.15 Uhr bis zum 9.8. um 11.02 Uhr findet die Fastenaktion vor dem Atomwaffenlager Büchel/Südeifel statt.

Dieses öffentliche Fasten hat für mich zwei Zielrichtungen:

Es wirkt auf die Öffentlichkeit ein, mehr dafür zu tun, dass die Atomwaffen verschwinden. Es ist dafür nicht nötig nach Büchel zu kommen. Auch wenn das sicherlich sinnvoll ist. Es ist auch möglich bei sich zu Hause in der Öffentlichkeit auf dieses Unrecht hinzuweisen und Menschen zu bewegen, mehr dagegen zu tun.

Zugleich wirken wir auf die Verantwortlichen in Berlin und besonders in Büchel ein, mit uns zusammen umzukehren und gemeinsam das zu finden, was dem Leben dient und nicht länger Tod und Schrecken verbreitet. Konkret: Dass Soldaten in BÜchel erklären, dass sie völkerrechtsgemäß Abstand von Atomwaffen nehmen. Auch so kann die nukleare Teilhabe zu Ende gehen.

Weitere Informationen unter wwww.atomwaffenfrei.de durch den beigefügten Aufruf und Zeitplan

Matthias-W. Engelke