EU-Parlament und EU-Rat beschließen Kapitalanlage-Verbot in fossilen Energieunternehmen / R. Solnit: Warum wir Ölkonzernen (…) den Hahn zudrehen müssen

Liebe Friedensinteressierte,

in meiner letzten Rundmail stellte ich das Buch von Bernd Sommer und Harald Welzer, "Transformationsdesign. Wege in eine zukunftsfähige Moderne", vor, in dem das Thema "Divestment" (Kapitalabzug) aus zerstörerischen Wirtschaftszweigen thematisiert wird.

Zum gleichen Thema veröffentlichte Le Monde Diplomatie (Juli 2016, S. 2) nun folgende kurze Meldung:

Divestment

Am 30. Juni haben das Europäische Parlament und der Rat der EU ihre Einigung auf neue Regeln für die betriebliche Altersvorsorge bekannt gegeben. Betriebliche Pensionsfonds, die derzeit europaweit Vermögenswerte von etwa 3500 Milliarden Euro verwalten, müssen ihre Investitionen künftig aus Unternehmen heraushalten, die ihre Gewinne mit schmutziger Energie machen. (…)

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Bereits im Mai 2014 war zum selben Thema folgender Beitrag erschienen, ebenfalls in Le Monde diplomatique:

http://monde-diplomatique.de/artikel/!354705

In Zeiten des Ernstfalls

Warum wir Ölkonzernen und anderen Klimakillern den Geldhahn zudrehen müssen

von Rebecca Solnit

Angesichts des Zielkonflikts zwischen ihren Bilanzen und der Zukunft unseres Planeten verfolgen die Energiegiganten die Strategie, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu bestreiten (zumindest in der Öffentlichkeit), ernsthaften Debatten auszuweichen oder schlicht zu behaupten, es wäre zu kompliziert, ihre Produktion zurückzufahren.

Gleichzeitig rüsten sie Aktionskomitees auf, finanzieren Kampagnen gegen die „Klimalüge“ und kaufen Politiker. Oft hat die Industrie schon so großen Einfluss auf die Regierenden, dass die ganz von allein im Interesse der Energiekonzerne und ihrer Aktionäre entscheiden. Deshalb war die Kontroverse um den Klimawandel lange Zeit eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Doch dank der weltweit aktiven Klimabewegung beginnen sich die Kräfteverhältnisse zu verändern.

Weiterlesen: http://monde-diplomatique.de/artikel/!354705

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Wer lernen möchte, wie diese Transformation gelingen kann, ist im Rheinland eingeladen zur

Sommerschule 2016: Skills for System Change

Die Anmeldung ist geschlossen, da wir schon 375 Teilnehmende haben. Kommt aber trotzdem zum Camp! Ihr könnt an allem außer den Kursen teilnehmen.

Auch dieses Jahr wird es eine Degrowth-Sommerschule geben! Vom 19. bis 23. August wird Degrowth konkret: Unter dem Motto „Skills for System Change“ wollen wir aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen untersuchen, gemeinsam Utopien entwickeln und ganz praktische Fähigkeiten erlernen, die helfen, eine sozial-ökologische Transformation mitzugestalten: Wie gründe ich mit anderen Menschen eine Kooperative? Wie bauen wir ein Windrad? Was ist nachhaltiger Aktivismus und wie moderiere ich Großgruppen?

Folgende Organisationen veranstalten diese Sommerschule:

350.org, Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, BUNDjugend, Friedrich-Ebert-Stiftung, Misereor, Rosa-Luxemburg-Stiftung

http://www.degrowth.de/de/sommerschule-2016/

Alle Beiträge von Clemens Ronnefeldt finden sich in unserem FriedensBlog.