An die Regierungschefs von Deutschland, USA, Frankreich und England: Zivile Lösungen für die Konflikte in Syrien! Kein Militäreinsatz!

Unser Mtiglied Martin Arnold hat zusammen mit Martin Rambow eine Resolution zum Syrienkonflikt erstellt, bei der auch mehrere weitere IVB-Mitlgieder ErstunterzeichnerInnen waren .

Sie findet sich (zum unterzeichnen) unter: http://www.change.org/de/Petitionen/an-die-regierungschefs-von-deutschla...

Hier ihr Wortlaut:

Zivile Lösungen für die Konflikte in Syrien! Kein Militäreinsatz!

UK-ENGLISH VERSION   US-ENGLISH VERSION    VERSION FRANÇAISE

Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Cameron,
sehr geehrter Herr Obama, sehr geehrter Herr Hollande,

in Syrien wurden viele Menschen durch Giftgas getötet – durch wen auch immer. Wir teilen Ihre Empörung und Sorge darüber. Syrische Kinder, Frauen und Männer haben im Übermaß gelitten. Jetzt werden darüber hinaus noch militärische Zerstörungsaktionen von außen durch offizielle Streitkräfte angedroht. Dabei wissen Sie wie wir alle: Eine solche Internationalisierung des Krieges würde

- keinem einzigen Menschen das Leben retten,
- weitere Menschen töten oder verletzen und
- die Gefahr einer unkontrollierbaren Eskalation mit sich bringen.

Ohne Mandat des Weltsicherheitsrates würden Sie außerdem – wie die Giftgas-Verantwortlichen – gegen das Völkerrecht verstoßen. Und Sie würden wahrscheinlich mehr Menschen töten, als durch das Gas gestorben sind.

Deshalb: Kriegsverbrechen nicht mit Krieg bekämpfen!

Mit einem Militäreinsatz von außen würde der syrische Bürgerkrieg noch stärker internationalisiert werden als bisher schon. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde das im weiteren Kriegsverlauf Nachbarstaaten oder auch Russland und andere Länder mit ihren unterschiedlichen Interessen auf den Plan rufen. Es wäre unverantwortlich, den Bürgerkrieg zu einem zwischenstaatlichen Krieg mit – wahrscheinlich über Syrien hinausgreifenden – unabsehbaren Zerstörungen zu eskalieren. Kein vernünftiger Mensch kann das wollen.

Verantwortungsvolle Politik erfordert nüchterne Folgen-Abschätzung des eigenen Handelns.

Beenden Sie die Kriegsrhetorik und -pläne! Bemühen Sie sich stattdessen mit politischem Nachdruck auf diplomatischem Weg, auf UNO-Ebene und gemeinsam mit den Konfliktbeteiligten zu einer Friedensregelung zu gelangen, die auf Verständigung beruht!

Haben Sie den Mut zu friedlichen Lösungen!