Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat die erste Dekade dieses Jahrtausends zur „Internationalen Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit für die Kinder der Welt“ ausgerufen. Auch der Ökumenische Rat der Kirchen hat dazu aufgefordert, das beginnende Jahrzehnt zur Dekade für eine Kultur der Gewaltfreiheit zu machen. Eine Kultur lebt dann, wenn es viele sind, die das, was die Kultur ausmachen soll, in sich tragen und mit verantworten.
Deshalb gibt es seit dem Jahr 2000 ein vom Land Nordrhein-Westfalen unterstütztes Projekt mit dem Ziel, ein Netzwerk anzuregen und Handlungspotenziale zu erschließen, die es ermöglichen, soziale Phänomene wie Gewalt und destruktive Aggressivität „im Verbund“ gemeinsam und mit den Mitteln kreativer Konfliktlösung angehen zu können. Das Ziel ist ein konstruktives und kohärentes Zusammenwirken von Schulen und außerschulischen Einrichtungenfür Kinder und Jugendliche, von sozialen Einrichtungen und Organisationen, den Gewaltpräventionsstellen der Polizei und kommunalen Ämtern, sowie die Einbeziehung aller weiteren, auf kommunaler Ebene wirkenden Einrichtungen wie Kirchen, Sportvereine und Jugendgruppen, die selbst an einer Gewaltminderung arbeiten und für dieses Problem aufgeschlossen sind.
In den vier Jahren seit Bestehen des Projektes "Konstruktive Konfliktbearbeitung im kommunalen Zusammenhang" wurden in 12 jeweils 10-tägigen Fortbildungskursen bereits mehr als 200 Menschen in konstruktiven Formen der Konfliktaustragung geschult. Von diesen Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben viele ihre erworbenen Kompetenzen in ihren beruflichen Zusammenhängen in konkreten Projekten zur Gewaltprävention umgesetzt. Beispielsweise wurde eine Konfliktberatungsstelle in einer Kommune eingerichtet, ein Streitschlichtungsprogramm an einer Schule wurde gegründet und ein Netzwerk für einen kooperativeren und gewaltfreieren Umgang mit Konflikten in einer Gemeinde wurde initiiert.
Die zehntägigen Fortbildungen richten sich an Menschen, die ...
Nähere Informationen zu den Kursen erhalten sie bei auf unserer Webseite www.konstruktive-konfliktbearbeitung.de und bei: Konstruktive Konfliktbearbeitung im kommunalen Zusammenhang (KKK), Schwarzer Weg 8, 32423 Minden, Fon: 0571/29456, Fax. 0571/23019, soziale_verteidigung@t-online.de, Ansprechpartner: Armin Torbecke. Hier können Sie auch eine Informationsbroschüre über das Projekt bestellen. Wegen der begrenzten Zahl von Teilnahmeplätzen bitten wir um frühzeitige Anmeldung.
Die Fortbildungen werden von den TrainerInnenteams Cornelia Timm/Kurt Südmersen und Ulrike Eggers-Wienecek/Willi Küster (Orca) und Heike Blum/Detlef Beck (fairaend/BSV) geleitet.